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Bundesweite Hebammensuche geht online

Dienstag, 30. Juli 2019

/Kzenon, stockadobecom

Berlin – Die Suche nach Hebammen soll für Schwangere einfacher werden. Der GKV-Spitzenverband hat dafür jetzt auf seiner Internetseite eine neue Hebammenumkreis­suche bereitgestellt. Der Gesetzgeber hatte den Krankenkassen diese Pflicht mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) auferlegt.

Die Krankenkassen betonten heute, dass es zwar rein statistisch genug Hebammen in Deutschland gebe. In einigen Regionen Deutschlands sei es aber „sehr schwer“, tatsäch­lich eine zu finden. Ein Grund sei auch, dass bei den öffentlich zugänglichen Anlauf­stell­en für Schwangere oder über das Internet vergleichsweise wenige Hebammen mit ihren Kontaktdaten gelistet seien.

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Die neue Liste fasst bundesweit mehr als 18.000 freiberufliche Hebammen mit ihrer Tele­fonnummer und/oder ihrer E-Mail-Adresse sowie ihrem kompletten Leistungsangebot.  Die Liste soll monatlich aktualisiert werden. Datenbasis sind die eigenen An­gaben der Hebammen.

Wenn freiberuflich tätige Hebammen Mitglied in einem der He­bammenverbände sind, leiten diese die Angaben sowie Änderungen ihrer Mitgliedshe­bam­­men an den GKV-Spitzen­verband weiter. Hebammen, die keinem Verband angehören, können sich direkt beim GKV-Spitzenverband anmelden – sowohl für die Aufnahme in den Hebam­men­ver­trag als auch für eine Aktualisierung ihrer Angaben.

„Die Hebammenliste ermöglicht erstmals eine vollständige Suche nach freiberuflichen Vertragshebammen in der gewünschten Region. Diese Übersicht kann Schwangeren und Wöchnerinnen die Suche nach einer Hebamme vor Ort sehr erleichtern“, sagte Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand beim GKV-Spitzenverband. Für eine individuelle Unterstützung sollten sich Versicherte direkt an ihre Krankenkasse wenden, denn diese sei „die erste Ansprechpartnerin für alle Auskünfte zu Leistungen rund um die Geburt“.

© may/EB/aerzteblatt.de
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