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Politik

Bundesinstitut für Risikobewertung erhält gutes Zeugnis

Mittwoch, 31. Juli 2019

/Gorodenkoff, stockadobecom

Berlin – Der Wissenschaftsrat hat dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) attes­tiert, auf hohem Niveau zu forschen. In einem Gutachten lobt der Rat unter anderem die Schwerpunktsetzung in der Forschung, eine sehr gute Wissensweitergabe sowie gestei­gerte Drittmitteleinwerbungen.

„Die erneut sehr positive Einschätzung bestätigt, dass wir mit unseren Strategien für die wissenschaftlichen Risikobewertung zur Politikberatung und die Risikokommunikation auf dem richtigen Kurs sind“, sagt BfR-Präsident Andreas Hensel.

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Das Gutachten des Rates trägt den Titel „Umsetzung der Empfehlungen aus der zurück­lie­genden Evaluation des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), Berlin“. Der Rat lobt darin, das BfR habe viele der im Vorgutachten aus dem Jahr 2015 gegebenen Empfehlun­gen aufgegriffen.

Positiv sei zum Beispiel, dass das BfR seine Forschungsschwerpunkte mit vier weiteren Nachwuchsgruppen präzisiert und darauf Forschungsmittel konzentriert habe. Soge­nannte Studienzentren optimierten die Forschungsplanung. Das Gremium bescheinigt dem Bundesinstitut in dem Gutachten zudem eine vorbildliche Ausbildungstätigkeit für Behörden und Einrichtungen auf nationaler und internationaler Ebene.

Weiter heißt es, dass das BfR mit seiner Publikationsstrategie wissenschaftliche Inhalte zunehmend für verschiedene Zielgruppen aufbereite und veröffentliche. Dazu gehöre auch die Nutzung neuer sozialer Medien.

Erfolgreiche Risikokommunikation setze aller­dings nicht nur geeignete Instrumente, son­dern auch eine kontinuierliche kritische Re­flexi­­on im Rahmen sozialwissenschaftlicher Forschung voraus. Dabei sollten insbeson­dere Fragen nach dem Risikoverhalten der Be­völkerung und den tatsächlichen Effekten von Risikokommunikation eingehend unter­sucht werden.

Zwar habe das BfR wichtige Schritte zur Stärkung seiner Kommunikationskompetenz in diesem Bereich unternommen. Der Wissenschaftsrat hält das allerdings noch nicht für ausreichend und empfiehlt dem BfR daher erneut, „die eigene sozialwissenschaftliche Risikoforschung zu intensivieren“, heißt es in dem Gutachten.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftlich unabhängige Ein­richtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit und betreibt dazu Forschung. © hil/aerzteblatt.de

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