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Neue Abteilung für Krankenhaushygiene am Universitätsklinikum Regensburg

Donnerstag, 1. August 2019

/dpa

Regensburg – Das Universitätsklinikum Regensburg (UKR) hat eine neue Abteilung für Krankenhaushygiene und Infektiologie eingerichtet. „Die Abteilungsgründung bietet uns neue Möglichkeiten, durch die wir unser Wissen noch besser miteinander verknüpfen und es natürlich auch in die praktische Anwendung bringen wollen“, erläuterte der Leiter der neuen Abteilung, Wulf Schneider.

Die strukturelle Aufwertung der beiden Fachbereiche Krankenhaushygiene und Infektio­logie ermögliche es, effizienter an Prävention, Behandlung und Erforschung von Infekti­onen zu arbeiten. Die so gewonnenen Erkenntnisse sollen in die Ausbildung von Studie­renden, die Anleitung des Klinikpersonals und in die tägliche Patientenversorgung ein­fließen.

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Eine Kernaufgabe der neuen Abteilung ist laut UKR die infektiologische Prävention. Sie erhält dafür ein spezialisiertes Labor für molekulare Epidemiologie. „Mit Hilfe dieses La­bors möchten wir herausfinden, wie und wo verschiedene Keime vorkommen und über welche Wege sie übertragen werden“, so Schneider. Darüber hinaus wolle man unter an­de­rem die Genome aller multiresistenten Keime bestimmen.

Durch diese Charakterisie­rung könne man zum Beispiel herleiten, ob die Keime im Kran­kenhaus übertragen worden oder von außen ins Krankenhaus eingebracht worden seien. Auf der Agenda steht außerdem die Erforschung antimikrobiell beschichteter Oberflä­chen, die dabei helfen sollen, die Erregerlast in der direkten Patientenumgebung zu reduzieren. 

Wichtig sei außerdem die Aus- und Weiterbildung des medizinischen Nachwuchses sowie der bereits etablierten Ärzte und Pflegekräfte. „Für den Alltag auf den Stationen ist es essentiell, dass wir unser Personal regelmäßig schulen, um ihnen die nötige Sicherheit im Umgang mit Hygienefragen zu geben“, so Schneider. Er betonte, meistens reichten schon einfachste Hygienemaßnahmen aus, um die Verbreitung von Keimen zu stoppen und die Patienten- und Mitarbeitersicherheit zu stärken.

„Wir wollen dabei jedoch nicht mit erhobenem Zeigefinger in die Arbeit auf den Stationen eingreifen, sondern die Mitarbeiter während ihres Tagesablaufs beratend begleiten und so eine patienten- und mitarbeitergerechte Umsetzbarkeit für Krankenhaushygiene schaffen“, so der Experte. 

Ein weiterer Aufgabenbereich, der in der neuen Abteilung von Bernd Salzberger vertreten wird, ist die Antibiotikatherapie, insbesondere ein Antibiotic-Stewardship-Programm. „Durch dieses Programm wollen wir einen sinnvolleren und angemessenen Einsatz von Antibiotika in Krankenhäusern erreichen und somit die Rate von Antibiotikaresistenzen verringern“, so der Infektiologe. © hil/aerzteblatt.de

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