szmtag Linke besorgt über Borreliose­erkrankungen in Sachsen
NewsPolitikLinke besorgt über Borreliose­erkrankungen in Sachsen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Linke besorgt über Borreliose­erkrankungen in Sachsen

Mittwoch, 31. Juli 2019

/Ingo Bartussek, stock.adobe.com

Dresden – Besorgt über die Zahl der Borrelioseerkrankungen im Land hat sich die Linke in Sachsen gezeigt. Hintergrund sind die Erkrankungszahlen in dem Bundesland, die das Ge­sund­heits­mi­nis­terium auf eine Kleine Anfrage der Linken-Politikerin Su­sanne Schaper bekannt gemacht hat.

Demnach ist die Zahl der durch Zecken verursachten Erkrankung von 1.362 im Jahr 2014 auf 2.146 im vergangenen Jahr gestiegen. Das waren im Schnitt 53 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner. Den höchsten Wert gab es im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterz­gebirge, wo die Quote bei 124 lag.

Anzeige

Nach Angaben des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums gibt es Schwankungen bei der Zahl der In­fektionen. Der bisherige Höchststand wurde demnach 2006 mit 2.215 registriert. Bis 2012 sei die Zahl auf 919 gesunken. Seither schwankt die Zahl der Infektionen, mit einer Tendenz nach oben. 2015 lag die Gesamtzahl bei 1.355, 2016 bei 2.119, dann sank sie  2017 auf 1.882 und lag im vergangenen Jahr bei 2.146.

Experten bringen das mit dem Wetter in Verbindung. Ist es überwiegend kühl und nass, halten sich die Menschen meist nicht so ausgiebig im Freien auf. Damit reduziert sich auch das Risiko eines Kontaktes mit Zecken.

Die Linken warfen der schwarz-roten Koalition vor, zu wenig gegen das Problem zu tun. „Obwohl die Zahl der Borrelioseerkrankungen dramatisch zugenommen hat, sieht die Staatsregierung keinen Handlungsbedarf, um besser über Zeckenstiche und Prävention aufzuklären“, erklärte Schaper.

Weder die Informationen zum Impfschutz noch zum Schutz vor Zeckenstichen allgemein schienen im notwendigen Maß bei der Bevölkerung anzu­kommen. Schaper regte eine neue Untersuchung zur Verbreitung von Borrelioseerregern bei Zecken an. Die letzte datiert aus dem Jahr 2007.

„Borreliose ist keine harmlose Krankheit, sondern sie kann schwere Folgeerkrankungen wie lebensgefährliche Herzmuskelentzündungen nach sich ziehen“, sagte die Politikerin und ausgebildete Krankenschwester. Der Freistaat müsse zudem den Öffentlichen Ge­sund­heitsdienst wieder handlungsfähig machen, der in den letzten Jahren kaputtgespart worden sei.

Das sächsische Ge­sund­heits­mi­nis­terium verwies auf seine jährliche Pressemitteilung zur Vermeidung von Zeckenstichen. Auch die Krankenkassen würden die Bürger informieren. „Viele Bürger wissen inzwischen, dass sie sofort einen Arzt aufsuchen sollten, wenn nach einem Zeckenstich Symptome auftreten“, sagte Ministeriumssprecher Jörg Förster. Die regelmäßige Information und Aufklärung hätten sich bewährt. © dpa/hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS
Anzeige

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER