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Therapietreue: Chronisch kranke Kinder benötigen in Ferienzeit Hilfestellung

Donnerstag, 1. August 2019

/YuliyaKirayonak, stockadobecom

Köln – Kinder mit chronischen Erkrankungen fällt es in den Ferien durch die Unterbre­chung des Alltags häufig schwer, ihre Medikation regelmäßig einzunehmen. Sie benöti­gen daher eine besondere Unterstützung. Darauf weist der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) hin.

„Verändern sich die Essens-, Schlafenszeiten und sonstige Routinen, ist es leichter, solche Behandlungsschritte zu vergessen“, sagte BVJK-Sprecher Hermann Josef Kahl. Die Unter­stützung der Familie sei nach wie vor auch für Teenager sehr hilf­reich. Jugendliche, die das Medikationsschema mit täglichen Abläufen verbinden, könn­ten den Therapieplan besser einhalten, so der Pädiater.

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Kahl verweist unter anderem auf eine im Mai 2019 in der Fachzeitschrift Archives of Disease in Childhood erschienene Studie des Women's and Children's Hospital in North Adelaide, Australien (doi 10.1136/archdischild-2018-316303). Die Forscher stellten darin fest, dass die Therapieadhärenz während der Schulferien, aber auch während des Wochen­endes, schlechter war.

Das Alter der Jugendlichen, das Geschlecht oder der sozioökonomische Status wirkten sich in dem Studiendesign hingegen nicht auf die Therapietreue aus. „Kliniker sollten auf diesen zeitlichen Trend achten, wenn sie Kinder mit chronischen Erkrankungen behan­deln, und gezielte Strategien entwickeln, um die Einhaltung in anfälligen Zeiten bei die­sen Kindern zu verbessern“, folgerten die Autoren um Catherine Leggett.

Kleine und große Kinder können sich laut BVKJ besser den Herausforderungen einer chronischen Krankheit stellen, wenn sie den Rückhalt ihrer Familie haben und zugleich selbst altersgerecht über ihre Krankheit informiert sind. „Eltern sollten – wenn verfügbar – wie ihre Kinder an Schulungen im Umgang mit der Krankheit teilnehmen“, empfiehlt Kahl. © hil/aerzteblatt.de

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