NewsPolitikKliniken behandelten weniger Notfallpatienten ambulant
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Kliniken behandelten weniger Notfallpatienten ambulant

Mittwoch, 31. Juli 2019

/dpa

Berlin – In den Krankenhäusern in Deutschland sind 2017 weniger Notfall­patienten am­bulant behandelt worden als 2016. Es habe einen Rückgang von rund 142.000 Fällen im Vergleich zum Vorjahr gegeben, teilte das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versor­gung in Deutschland (Zi) heute anhand von vertragsärztlichen Abrechnungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) mit. Das ist ein Minus von 1,3 Prozent.

Die vertragsärztlichen Abrechnungsdaten zeigen dem Zi zufolge auch, dass die durch niedergelassene Haus- und Fachärzte behandelten ambulanten Notfälle seit 2015 konti­nu­­ier­lich gestiegen sind: von 8,96 Millionen Fälle (2015) auf 9,08 Millionen Fälle (2017). Das entspricht einem Zuwachs von 1,3 Prozent.

Anzeige

„Die Anzeichen für eine Trendwende hin zur ambulanten Notfallversorgung verdichten sich“, sagte Zi-Geschäftsführer Dominik von Stillfried. Es scheine, dass die Reformbe­müh­ungen der KVen, die oftmals in enger Kooperation mit Krankenhäusern erfolgten, erste Früchte tragen würden.

Viele KVen haben in Kooperation mit Kliniken Bereitschafts­dienst­praxen an Kranken­häusern etabliert. Eine Triage entscheidet, ob ankommende Patienten ein Fall für die Notfallversorgung im Krankenhaus sind – oder in der Praxis der KV versorgt werden können.

Ungebrochen ist dem Zi zufolge allerdings der Trend bei den stationären Aufnahmen aus den Notaufnahmen. Die entsprechenden Fallzahlen steigen seit 2013 konstant an, von 7,80 Millionen 2013 auf 8,65 Millionen Behandlungsfälle im Jahr 2017. Dies entspricht einem Zuwachs von 10,9 Prozent – in nur vier Jahren, so das Zi. © may/EB/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

27. Mai 2020
Berlin – Die Deutsche Gesellschaft Interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) fordert mehr Personal für die Notfallmedizin und bessere Rahmenbedingungen. „Gerade die vergangenen Wochen der
Fachgesellschaft will mehr Stellen in der Notfallmedizin
18. Mai 2020
Wolfsburg/Ingolstadt – Die Probleme mit dem elektronischen Notrufassistenten eCall betreffen neben dem neuen VW Golf weitere Automodelle des Konzerns. Nach Informationen aus Unternehmenskreisen könnte
Volkswagenkonzern hat Probleme mit dem Notrufassistenten eCall
30. April 2020
Weimar – Telenotärzte unterstützen ab sofort den Rettungsdienst in Thüringen. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) des Bundeslandes hat dazu in ihrer Geschäftsstelle in Weimar zwei telemedizinische
Telenotärzte unterstützen Rettungsdienst in Thüringen
27. April 2020
Köln – Die kardiopulmonale Reanimation erfordert körperliche Nähe zwischen Patient und Ersthelfer. Doch wie ist eine angemessene Handlungsweise in Zeiten der COVID-19-Pademie möglich, damit der akute
COVID-19-Pandemie: Wie soll man jetzt reanimieren?
22. April 2020
Berlin – Offenbar aus Angst vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 kommen derzeit sehr viel weniger Patienten mit akutem Behandlungsbedarf in die Krankenhäuser in Deutschland. Mediziner registrieren das
Sorge um Patienten mit akutem Behandlungsbedarf
15. April 2020
Berlin – Einen Leitfaden „Ambulante patientenzentrierte Vorausplanung für den Notfall“ haben sechs medizinisch-wissenschaftliche Fachgesellschaften vorgestellt. Er soll ambulant tätige Ärzte bei der
COVID-19: Fachgesellschaften empfehlen Vorausplanung für ambulanten Notfall
2. April 2020
Berlin – Unter der Rufnummer 116117 können Patienten seit gestern eine telefonische Ersteinschätzung erhalten, ob sie möglicherweise an COVID-19 erkrankt sind. Das softwaregestützte medizinische
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER