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Ausland

Dritter Ebolafall in kongolesischer Großstadt Goma

Donnerstag, 1. August 2019

/picture alliance, ZUMA Press

Goma – Am Jahrestag der Ebolakrise im Kongo ist in der Millionenstadt Goma ein dritter Fall des gefährlichen Virus festgestellt worden. Es handele sich dabei um ein einjähriges Mädchen, sagte Michel Yao von der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) heute. Die Patientin sei die Tochter des zweiten Ebolapatienten, der in der Stadt festgestellt wurde. Er war gestern an der Krankheit gestorben.

Die Vorfälle lassen die Furcht vor einer Epidemie in Goma wachsen. Die Zwei-Millionen-Einwohner-Stadt nahe der Grenze zu Ruanda ist dicht besiedelt und gilt wegen ihres Flug­hafens als Knotenpunkt für den internationalen Verkehr in Afrika.

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Gesundheitsexperten fürchten den Ausbruch der Epidemie in Großstädten, weil die Isolation von Patienten dort schwieriger ist als auf dem Land. Der erste Ebolatodesfall in Goma war am 16. Juli aufgetreten. Am Tag danach rief die WHO wegen der Epidemie den internationalen Gesundheitsnotstand aus.

Goma liegt direkt an der Grenze zu Ruanda. Bislang ist dort kein Ebolafall bekannt. Das Land habe nun aber wegen der Ebolaepidemie seine Grenze zum Kongo zu gemacht, sagte Olivier Nduhungirehe, der für die Ostafrikanische Gemeinschaft zuständige Staatssekretär im ruandischen Außenministerium.

Vor einem Jahr, am 1. August 2018, hatte die kongolesischen Behörden den Ausbruch der WHO gemeldet. Seitdem sind mindestens 2.701 Menschen an Ebola erkrankt und 1.813 Menschen gestorben. Dieser Ausbruch ist besonder schwer in den Griff zu bekommen, da in den konfliktreichen Provinzen Nord-Kivu und Ituri etliche Milizen aktiv sin. Nach der Epidemie in Westafrika 2014/2015 mit über 11.000 Toten ist dies der bislang schlimmste Ebolaausbruch. © afp/dpa/aerzteblatt.de

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