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Medizin

Klimawandel und Gesundheit: ein Blick auf Deutschland

Freitag, 2. August 2019

Bas Meelker Photography /stock.adobe,com

Köln – Höhere Durchschnittstemperaturen infolge des Klimawandels haben auch in gemäßigten Zonen konkrete Auswirkungen auf die Gesundheit. Dies zeigen verschiedene Beiträge in der aktuellen Ausgabe des Deutschen Ärzteblattes (Dtsch Arztebl Int 2019; 216: 519-44), die sich schwerpunktmäßig mit den Folgen der Erderwärmung in Deutschland befasst.

So extrapolierte eine Augsburger Studiengruppe die Zahl der zukünftigen Herzinfarkt­ereignisse in Augsburg und zwei angrenzenden Landkreisen in Abhängigkeit von der Zunahme der Durchschnittstemperatur. Grundlage für diese Projektionen waren die Herzinfarktereignisse in dieser Region in den Jahren 2001 bis 2014. Würde der Temperatur­anstieg, wie 2016 von der Pariser Klimakonferenz beschlossen, dauerhaft auf unter 2° C eingedämmt, käme es zu einer nur unwesentlichen Veränderung bei temperaturbedingten Herzinfarktereignissen. Doch bereits bei einer Erhöhung von 3° C gehen die Autoren von 63 zusätzlichen temperaturbedingten Herzinfarkten pro Jahrzehnt in der Augsburger Region aus. Hochgerechnet auf Deutschland könnten so mehr als 1000 Herzinfarkte pro Jahr vermieden werden, wenn die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens umgesetzt würden.

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Auch beim postoperativen Heilungsgeschehen ist von einer Verschlechterung bei zunehmenden Durchschnittstemperaturen auszugehen. Dies zeigt die Studie von Seven Johannes Sam Aghdassi und Co-Autoren, die den Zusammenhang von Klimafaktoren und Wundinfektionsraten untersucht. Auf Grundlage der für die Jahre 2000 bis 2016 vorliegenden Krankenhausdaten kann gezeigt werden, dass wärmeres Wetter mit einer erhöhten Wahrscheinlichkeit verbunden ist, dass postoperative Wundinfektionen auftreten.  Dies gilt insbesondere für die Temperaturbereiche über 20° C. Bei oberflächlichen Wundinfektionen besteht dieser Temperaturzusammenhang deutlich häufiger als bei tiefen Wundinfektionen. Die Autoren rechnen bei zunehmenden Durchschnittstemperaturen mit vermehrt auftretenden postoperativen Wundinfektionen.

Angesichts hoher Durchschnittstemperaturen im Sommer ist in Deutschland mit einer wachsenden Gefährdung durch anstrengungsbedingte Überhitzung – sei es beim Sport oder im Beruf – zu rechnen. Infolge eingeschränkter Thermoregulation kann es an heißen Tagen bei älteren Menschen oder nach Einnahme bestimmter Medikamente zu gesundheitlichen Problemen infolge von Überhitzung kommen. Ein Hitzschlag mit einem Anstieg der Körperkerntemperatur auf mehr als 40° C kann lebensbedrohliche Folgen nach sich ziehen. Hier ist der sofortige Beginn effizienter Kühlungsmaßnahmen – am ehesten die Eiswasserimmersion des ganzen Körpers – die einzig mögliche Therapie, betonen Dieter Leyk und Co-Autoren in ihrer Übersichtsarbeit. Je länger die zu hohe Körperkerntemperatur bestehe, desto schlechter sei das zu erwartende Outcome.

Im Editorial zum Themenschwerpunkt „Klimawandel und Gesundheit“ fasst Dennis Nowak prägnant zusammen: Denkt man die Aussagen der Beiträge zu Ende, wäre eine wirksame Primärprävention der Erderwärmung der Schlüssel, um zusätzliche Herzinfarkte, Wundinfektionen und lebensbedrohliche Hitzezwischenfälle zu vermeiden.  © tg/aerzteblatt.de

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Avatar #754103
Biochemie
am Samstag, 3. August 2019, 15:12

Wie wir in Deutschland auf die derzeitigen höheren Temparaturen reagieren

Das die Wundheilung sich bei höheren Temperaturen verändert ist möglich, ich habe da noch keine Versuche gemacht oder gesehen. Doch in Krankenhäuser lässt sich dieses durch Klimaanlagen lösen, wie es auch bei vielen der Fall ist.
Die Afrikaner haben schon etwas länger wärmere Temperaturen und sind bis heute nicht ausgestorben im Gegenteil es gibt eine höhere Geburtenrate als in Deutschland.
Dieses kann man aber auch ohne höhere Temperaturen erreichen zum Beispiel durch Geburtenanreize setzen.

Für ältere oder gesundheitlich eingeschränkte Menschen die in Gebäuden leben müssen, die sehr heiß werden können im Sommer zum Beispiel unter dem Dach kann ich aus eigener Erfahrung eine kalte Dusche empfehlen von Zeit zu Zeit. Es gibt bestimmt noch mehrere Möglichkeiten.

Zu dem Klimawandel kommt mir immer der Gedanke in den Kopf, dass unsere Erde sich zwischen zwei anderen Planeten um die Sonne kreist der weitere ist zu kalt für Leben und der nähre Planet zu heiß. Da unsere Naturgesetze alles über das Gleichgewicht regelt und unsere Rechtswissenschaft eine Frau mit Schwert und Waage in der Hand als Figur haben. Ist der Gedanke da, dass die Gase die ja bis ins Weltall gehen und so die Frage aufkommt: "Könnte es so einen Reglung geben von dem Abstand von Erde und Sonne die so auf jeden Fall auf das Weltklima auf der Welt einen Einfluss haben wurden?"

Kann man den Abstand von Sonne und Erde messen und in einen Diagramm festhalten?

Es gibt einfach zu viele möglichen Einflussfaktoren wie wir es bei bestimmten Erkrankungen kenne von Psychologie, Immunologische, Genetische, Ernährung, Umweltgifte, usw.














LNS

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