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Politik

1.365 Beamte in Hamburg nutzen Zuschuss zur gesetzlichen Krankenversicherung

Freitag, 2. August 2019

/dpa

Hamburg – Ein Jahr nach dem Start des Hamburger Modells haben bislang 1.365 Beamte beziehungsweise Versorgungsempfänger ihre Wahlfreiheit genutzt und sich für einen Zu­schuss zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und gegen die private Krankenversi­che­rung entschieden. Das teilte das Gesundheitsministerium mit.

„Von der Einführung der pauschalen Beihilfe profitieren vor allem diejenigen, die sich die Beiträge zur Privaten Krankenversicherung nicht leisten können“, sagte Gesundheitssena­torin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD). Beamten mit vielen Kindern, einem geringen Ver­dienst oder Vorerkrankungen würden so finanziell spürbar entlastet.

Trotz der Nachfrage sind die Kosten dem Ministerium zufolge geringer als anfänglich ge­schätzt. Diese betrügen auf das Jahr hochgerechnet knapp 3,7 Millionen Euro statt der ursprünglich veranschlagten 5,8 Millionen.

Neue Beamte und solche, die gesetzlich versichert sind, können seit Anfang August 2018 einen Zuschuss des Arbeitgebers zur GKV in Form der pauschalen Beihilfe erhalten. Bis­lang konnten sich Beamte nur privat in Kombination mit der Beihilfe versichern. GKV-Beiträge mussten sie vollständig selbst finanzieren.

Dem Hamburger Beispiel sind mit Berlin, Bremen, Brandenburg und Thüringen vier Bun­desländer innerhalb eines Jahres gefolgt, die nun ebenfalls die Möglichkeit der pauscha­len Beihilfe zur GKV anbieten.

„Ich freue mich, dass das Hamburger Modell weit über unsere Landesgrenzen hinaus Sig­nalwirkung hat. In immer mehr Bundesländern können Beamte nun endlich eine Kran­ken­­versicherung wählen, die zu ihren individuellen Lebensplänen, zum Beispiel mit vie­len Kindern oder Teilzeitarbeit, passt“, sagte Prüfer-Storcks. © hil/aerzteblatt.de

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