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Neues Nachsorgekonzept bei psychischen Erkrankungen in Westfalen

Montag, 5. August 2019

/dpa

Lüdenscheid – Ein neues Nachsorgekonzept für Patienten mit psychischen Erkrankungen hat die Deutsche Rentenversicherung Westfalen mit den Märkischen Kliniken eingerich­tet. Es beruht auf einem Integrationsfachdienst (IFD), der die Patienten individuell be­treut. 

Eine psychosomatische Rehabilitation, die auf eine körperliche Gesundung und psychi­sche Stabilität abziele, könne bei psychischen Erkrankungen zwar helfen, Folgestörungen oder Rückfälle zu lindern oder gar dauerhaft auszuschließen, nicht immer gelinge es je­doch, die Erfolge aus der Rehabilitation im Alltag aufrechtzuerhalten, hieß es aus dem IFD.

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„Wenn der Aufenthalt in der Reha-Einrichtung sich dem Ende nähert, treten die vorher be­­reits bestehenden Konflikte, Probleme und Belastungen schnell wieder in den Vorder­grund, ob im Alltag, auf der Arbeitsstelle oder bei der Arbeitssuche“, erläuterte Andreas Schnippering, Leiter des IFD der Märkischen Kliniken.

Ab September soll der IFD daher zentraler Ansprechpartner für Patienten im Märkischen Kreis werden, wenn es um den Übergang aus der psychosomatischen Rehabilitation zu­rück in das Erwerbsleben geht.

Das Fallmanagement biete dabei die Möglichkeit, über Probleme im beruflichen Alltag zu sprechen, gemeinsam nach Lösungen zu suchen und diese auszuprobieren. Die Rehabili­tanden werden dabei von einem Experten des Integrationsfachdienstes individuell unter­stützt.

Erfahrungen zeigten, dass die Patienten durch eine individuelle Unterstützung sowie durch bessere Kooperation zwischen den Betrieben, Ämtern und den Gesundheits- und Reha-Einrichtungen Probleme bei der Wiedereingliederung besser bewältigten.

Die Deutsche Rentenversicherung sieht daher dem IFD zufolge einen größeren Bedarf an Konzepten für individuelle Unterstützung bei der beruflichen Wiedereingliederung von Menschen mit einer psychischen oder psychosomatischen Erkrankung. Die Verordnung des Fallmanagements erfolgt durch die Rehabilitationseinrichtung, danach übernimmt die Deutsche Rentenversicherung Westfalen die Kosten. © hil/aerzteblatt.de

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