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Charité entzieht Ärzten Doktortitel

Freitag, 2. August 2019

Berlin – Wegen Plagiaten hat die Berliner Charité mehreren Ärzten ihre Doktortitel entzo­gen. Von 34 Verdachtsfällen bei Dissertationen und Habilitationsschriften seien 20 abge­schlossen, davon sechs mit Titelentzug, teilte die Senatskanzlei Wissenschaft und For­schung auf eine parlamentarische Anfrage der AfD-Fraktion mit.

Elf Mal wurde demnach eine Rüge ausgesprochen. Drei Verfahren wurden eingestellt, weil sich die Vorwürfe nicht oder nur teilweise bestätigten. Über die Daten berichtete zuerst die Berliner Morgenpost.

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14 Verfahren laufen laut der Senatsantwort, darunter sind auch mehrere Klagen nach einem Titelentzug. Die Verdachtsfälle waren von der Onlineplattform VroniPlag gemeldet worden, viele davon stammen von 2014. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #539999
klausenwächter
am Sonntag, 4. August 2019, 07:28

Hase und Igel

Historische Dissertationen waren mitunter auch sehr kompakt, so wie die kritisierte Disseratation im Umfang von 3 Seiten. Dissertationen erfordern Zeit für Bearbeitung durch den Doktoranden und das Beurteilungsverfahren. Die Untersuchung von Durchlaufzeit von Dissertationen mit Plagiaten gegenüber originalen Texten sollte verglichen werden. Das Plagiat erleichtert die Erstellung und das Querlesen der Lektoren. Dies fördert ungemein das Durchwinken gestohlenen Wissens während originale Texte beckmesserisch revidiert werden. Wenn da zwei Igel täuschen, bleibt der Hase auf der Strecke.
Avatar #704484
Dr. Eckhoff
am Samstag, 3. August 2019, 14:00

Dr.P.-U. Eckhoff

Habe auch mal promoviert - 1971. Und ich dachte immer, dass die Doktorarbeit vom Doktorvater gelesen und korrigiert, vom Mentor überwacht und vom Referenten und Koreferenten überprüft worden seien. Wenn dann im Nachhinein eine Arbeit wegen Plagiatsvorwurf zurückgezogen werden muß, dann haben doch sicherlich die Kontrolleure versagt. Welcher Kontrolleuer wird denn nun zur Verantwortung gezogen?
LNS

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