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Hitze verursachte 2018 fast 2.000 Todesfälle in Baden-Württemberg

Freitag, 2. August 2019

/todja, stockadobecom

Stuttgart – Im Sommer 2018 sind fast 2.000 Menschen in Baden-Württemberg an Folgen von Hitze gestorben. Damit waren fast 7,5 Prozent von den rund 26.200 Sterbefällen in den Sommermonaten Juni, Juli und August auf Hitze zurückzuführen, wie aus einer heute veröffentlichten Analyse des Statistischen Landesamts hervorgeht.

Besonders alte Menschen seien durch Herz- und Kreislauf-Erkrankungen und krankheits­be­dingte Störungen des Durstempfindens bei Hitze gefährdet. Während des Jahrhundert­sommers 2003 waren es knapp 2.700 Hitzetote – die meisten während eines Sommers im Untersuchungszeitraum seit 2000.

In den heißen Sommern 2006 und 2015 starben laut der Analyse rund 2.000 Menschen von Juni bis August an Folgen von Hitze. Dabei seien nicht allein die Tagestemperaturen entscheidend, sondern auch Faktoren wie Luftfeuchtigkeit, Wind und die nächtlichen Temperaturen.

Auch ob Hitzewellen am Anfang oder am Ende eines Sommers auftreten, spiele eine Rolle, erklärt Werner Brachat-Schwarz vom Landesamt. Wenn sie zum Ende hin aufträten, könnten sich die Menschen besser an die Temperaturen gewöhnen.

Da Hitze normalerweise nicht als Todesursache angegeben würde, haben die Statistiker eine Modellrechnung durchgeführt, erklärte Werner Brachat-Schwarz. Dafür haben die Statistiker die Jahre seit 1970 analysiert und nach den Sommermonaten mit den gerings­ten Anteilen an Todesfällen gesucht.

Auf dieser Basis haben sie den erwartbaren Anteil an Todesfällen für die Monate Juni, Juli und August festgelegt und mit tatsächlichen Anteilen verglichen. Bei der Differenz gehen sie von Hitzetoten aus. © dpa/aerzteblatt.de

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Kommentare

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Avatar #30016
MSimm
am Montag, 5. August 2019, 12:36

Mehr Hitzetote - weniger Kältetode?

Die Hochrechnungen bezüglich der zusätzlichen Hitzetoten und anderer negativer Folgen der globalen Erwärmung sind alarmierend. Was ich vermisse, ist eine Berechnung möglicher Auswirkungen milderer Winter z.B. auf Herz-Kreislauf-, Atemwegs- und Infektionskrankheiten.
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