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Tierversuche in Bayern leicht rückläufig

Montag, 5. August 2019

/dpa

München/Würzburg – Die Zahl der genehmigten Tierversuche in Bayern ist leicht rück­läufig. Im Freistaat wurden in der ersten Jahreshälfte dieses Jahres 81 Tierversuche von den Regie­rungen von Oberbayern und Unterfranken genehmigt. Im Vorjahreszeitraum waren es den Angaben nach 91 Anträge.

Die Regierung von Unterfranken erlaubte für die Bezirke Un­ter-, Mittel- und Oberfranken sowie die Oberpfalz bis Ende Juni dieses Jahres 59 Tierver­su­che. Die meisten der Anträge stellten einem Sprecher zufolge die Universitäten Würz­burg, Erlangen und Regensburg.

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Bei den Versuchstieren handele es sich fast ausschließlich um Mäuse, Ratten und wenige Fische. Im gesamten Jahr 2018 hatte die Behörde dem Sprecher nach 166 Tierversuche genehmigt, davon 91 in der ersten Jahreshälfte 2018. Der Rückgang der Genehmigungen gehe vor allem auf eine geringere Anzahl an Anträgen zurück.

Für Oberbayern, Niederbayern und Schwaben genehmigte die Regierung von Oberbayern in der ersten Jahreshälfte 2019 22 Tierversuche. Im gesamten Jahr 2018 hatte die Behör­de 175 Anträge genehmigt, keine davon in der ersten Hälfte des Jahres, wie eine Spre­che­rin sagte.

Die Schwankung sei hauptsächlich durch Personalengpässe zu erklären. Zwecke der ge­nehmigten Anträge seien die Entwicklung von Medikamenten, Grundlagen­forschung und die Forschung an Krankheiten. Die meisten Anträge stellten die Techni­sche Universität München und die Ludwig-Maximilians-Universität München.

Bei ihrer Entscheidung, einen Tierversuch zu genehmigen, sind die Behörden an das Tier­schutzgesetz (TierSchG) gebunden. Versuche mit Tieren dürfen demnach nur geneh­migt werden, wenn sie etwa der Grundlagenforschung oder der Behandlung und Vorbeu­gung von Krankheiten dienen.

Das Gesetz schreibt ebenso vor, dass die zu erwartenden Schmerzen oder Leiden der Tiere mit Blick auf die Versuchszwecke ethisch vertretbar sein müssen. Sollte es andere Möglichkeiten geben, die Forschungsergebnisse zu erreichen, müssen diese genutzt werden.

Gaby Neumann, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Vereins Ärzte gegen Tierversuche, sieht die Entwicklung trotz des Rückgangs der genehmigten Tierversuche kritisch. Dies ändere nichts daran, dass noch immer fast jeder Versuch genehmigt werde, sagte sie. Auch die Forschungsförderung spiele eine wichtige Rolle. „Nur ein Bruchteil der Gelder fließt in die tierversuchsfreie Forschung“, so Neumann. © dpa/aerzteblatt.de

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