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Nester von Eichenprozessions­spinnern weiter gefährlich

Montag, 5. August 2019

/picture alliance, Daniel Karmann

Mönchengladbach/Dortmund – Die gefährlichen haarigen Raupen des Eichenprozes­sions­spinners haben in einigen Regionen Nordrhein-Westfalens mit der Verpuppung be­gonnen. In Mönchengladbach meldeten die Abfallbetriebe der Stadt, dass die Puppen selbst zwar keine Brennhaare mehr hätten. Die Härchen jedoch, die heftige allergische Reaktionen auslösen können, blieben vielfach in den Nestern kleben oder fielen herab.

Menschen sollten betroffene Parks, Grünanlagen und Friedhöfe daher weiter meiden, hieß es auch in Dortmund. Die Gifthaare könnten sich aus den Nestern lösen und durch die Luft fliegen. Die Gefahr sei deshalb noch nicht gebannt. Nach Angaben von Sprecher Christian Schön wurden zwar viele Raupennester in den vergangen Wochen abgesaugt. Dennoch seien die Maßnahmen zur Vorbeugung noch im Gange: „Jede abgesaugte Raupe erspart uns 300 Eier im nächsten Jahr“.

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In der Verpuppungsphase, die je nach Witterung bereits im Juni beginnen kann, spinnen sich die Raupen in ockerfarbene Kokons ein und bilden sehr große Gespinstnester, wie die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald mitteilt. Nach drei bis fünf Wochen schlüpfen die Falter. Sie sind 25 bis 32 Millimeter groß und nachtaktiv.

In vielen Parks und Wäldern waren dieses Jahr Hunderte Bäume von den Schädlingen be­fallen. Experten führten die starken Populationen auf die milden Monate in Winter und Frühjahr zurück. Die Bekämpfung sei noch im vollen Gange, hieß es in Dortmund. Die Stadt hatte dazu in diesem Jahr ihr Tiefbauamt aufgerüstet und die Kapazitäten ver­doppelt, wie der Sprecher betonte. „Hilfreich wäre auch kräftiger Regen, der die Raupennester mit den verbliebenen Brennhaaren abspült.“

Erst Ende Juni hatte die Augenklinik der UKM sechs Menschen in Operationen die feinen Härchen von Eichenprozessionsspinnern aus den Augen operieren müssen. Die Patienten hätten über eine Rötung des Auges, ein Fremdkörpergefühl, Tränen, Jucken und starke Schmerzen geklagt, hieß es. Es sei sehr schwierig gewesen, die feinen Härchen aus der Hornhaut zu bekommen, sagte Oberärztin Lamis Baydoun. © dpa/aerzteblatt.de

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