NewsAuslandUreinwohner in Brasilien haben hohe Quecksilberwerte
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Ureinwohner in Brasilien haben hohe Quecksilberwerte

Montag, 5. August 2019

/picture alliance, AP Photo

Rio de Janeiro – Viele der in Nordbrasilien lebenden Yanomami-Indigenen weisen über­durchschnittlich hohe Quecksilberwerte im Körper auf. Wie das staatliche Gesundheits­institut Fiocruz vorgestern mitteilte, waren bei einer Untersuchung mehr als die Hälfte der teilnehmenden Ureinwohner betroffen.

In Brasiliens Yanomami-Reservat sollen Tausende Goldsucher leben, die dort illegal ar­bei­­ten und Quecksilber in die Flüsse leiten. Für die Analyse wurden den Angaben zufolge Haarproben von 272 Yanomami analysiert.

Anzeige

Quecksilber wirkt sich auf das Nerven-, Immun- sowie das Herz-Kreislaufsystem aus. Auch Nieren und Leber werden geschädigt. Im Grenzgebiet zwischen Brasilien und Venezuela leben rund 35.000 Yanomami. Sie ernähren sich zu einem großen Teil von Flussfischen.

Das 1992 eingerichtete Yanomami-Reservat gilt mit rund zehn Millionen Hektar als größtes Schutzgebiet für Ureinwohner weltweit. Dennoch treiben Goldsucher dort seit Jahrzehnten ihr Unwesen.

Die neue brasilianische Regierung von Präsident Jair Messias Bolsonaro plant derweil offenbar, die Goldförderung auf Indigenenland zu legalisieren. Ein entsprechender Ge­setzentwurf sei bereits ausgearbeitet, hieß es in Medienberichten. © kna/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

22. August 2019
Frankfurt/Main – Der Frankfurter Flughafen trägt nachweislich zur städtischen Umweltbelastung mit Ultrafeinstaub bei. Nachdem vorgestern entsprechende Ergebnisse vorgestellt wurden, will das Land
Hessen will Ultrafeinstaubkonzentration am Flughafen genau beobachten
22. August 2019
Shanghai – Eine globale Studie bestätigt, dass die Exposition mit Feinstaub (PM10 oder PM2,5) die Sterblichkeit kurzfristig erhöht. Nach der Publikation im New England Journal of Medicine (2019; 381:
652-Städte-Studie: Feinstaub erhöht Sterberisiko auch in niedrigen Konzentrationen
22. August 2019
Genf – Die Vorkommen von Mikroplastik im Trinkwasser und seine etwaigen gesundheitlichen Auswirkungen sind weitestgehend unerforscht und müssen noch viel genauer untersucht werden. Zu diesem Schluss
Gesundheitliche Schäden durch Mikroplastik im Trinkwasser noch unklar
21. August 2019
Berlin – Im Streit um zu viel Nitrat im Grundwasser hat die Bundesregierung einen neuen Vorschlag für strengere Düngeregeln vorgelegt. Er enthält unter anderem neue Pflichten für Bauern, die
Neue Düngeregeln gegen Nitrat im Wasser
20. August 2019
Berlin – Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) schlägt auf Drängen der EU-Kommission weitere Verschärfungen der Düngeregeln zum Schutz des Grundwassers vor. So sollen in stark
Klöckner schlägt weitere Düngebeschränkungen vor
20. August 2019
Hannover – Das niedersächsische Ge­sund­heits­mi­nis­terium hat im Zusammenhang mit der erhöhten Krebsrate in der Nähe von Erdgasförderstätten im Kreis Rotenburg weitere Studienergebnisse vorgestellt.
Keine neuen Hinweise auf Gründe für erhöhte Krebsrate im Kreis Rotenburg
20. August 2019
Berlin – Das Umweltbundesamt (UBA) hat eine kostenfreie App zur Luftqualität auf den Markt gebracht. Die Anwendung stellt stündlich aktualisierte Daten für die gesundheitsgefährdenden Schadstoffe
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER