NewsPolitikBayern will palliativ­medizinische Angebote weiter ausbauen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Bayern will palliativ­medizinische Angebote weiter ausbauen

Montag, 5. August 2019

/dpa

München – Einen Ausbau der palliativmedizinischen Angebote hat Bayerns Gesundheits­ministerin Melanie Huml(CSU) angekündigt. „Unser Ziel ist letztlich die Verdoppelung der Hospiz- und Palliativangebote im Freistaat. Dafür stehen uns im neuen Doppelhaushalt 2019/2020 jährlich über 2,1 Millionen Euro zur Verfügung –und damit 1,2 Millionen Euro mehr als im letzten Jahr“, sagte die Ministerin anlässlich des Ausbaus der palliativ­medizinischen Versorgung an drei Standorten in Niederbayern, nämlich im Krankenhaus Pfarrkirchen, an der Kreisklinik Mallersdorf im Landkreis Straubing-Bogen und im Landkreis Freyung-Grafenau.

Laut dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gibt es in dem Bundesland derzeit an 111 Krankenhäusern stationäre palliativmedizinische Versor­gungsstrukturen. 51 Krankenhäuser verfügen über eine Palliativstation mit 476 Palliativbetten. Zehn Krankenhäuser verfügen zusätzlich zu ihrer Palliativstation auch über einen palliativmedizinischen Dienst. An 60 Krankenhäusern ist ausschließlich ein palliativmedizinischer Dienst tätig. Außerdem arbeiten in Bayern 45 Teams zur spezialisierten ambulanten Palliativversorgung für Erwachsene (SAPV) und sechs Teams für Kinder und Jugendliche.

Anzeige

„Bei der Palliativversorgung soll im stationären Bereich die Zahl der Palliativbetten weiter steigen. Aktuell befinden sich 22 neue Palliativbetten an acht Standorten in Bayern in Planung. Die palliativmedizinischen Dienste sollen ebenfalls ausgebaut werden, um schwerstkranken Menschen eine hochwertige Versorgung ermöglichen zu können“, so Huml. Die Ministerin betonte, insbesondere wohnortnahe Angebote seien für die Betroffenen und ihre Angehörigen sehr wichtig.

In diesem Zusammenhang weist das Ministerium auf seine palliativmedizinischen Angebote für Bürger mit Migrationshintergrund hin. Diesen falle es wegen Sprachbarrieren und der komplexen Strukturen des deutschen Gesundheitswesens oft schwer, sich über die Angebote der Hospiz- und Palliativversorgung zu informieren. Die Angebote seien daher häufig nicht bekannt und würden seltener genutzt.

Im Rahmen des Projektes „Bayerische Informationskampagne zur Hospiz- und Palliativversorgung mit Migranten für Migranten“ wurde daher Gesundheitsmediatoren zu Themen der Hospiz- und Palliativversorgung geschult. Die ausgebildeten Gesundheitsmediatoren geben in muttersprachlichen Veranstaltungen diese Informationen an ihre Landsleute weiter. Eine Broschüre „Die Hospiz- und Palliativversorgung – Angebote und Vorsorge – Informationen für Migrantinnen und Migranten in Bayern“ informiert über Bayerns Hospiz- und Palliativversorgung und steht in zehn Sprachen zur Verfügung. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

9. Oktober 2020
Berlin – Der Deutsche Caritasverband warnt zum Welthospiztag davor, organisierte Angebote an Sterbehilfe als Normalität zu akzeptieren. „Wir brauchen eine breitere Aufklärung der Bevölkerung zu den
Caritas wünscht mehr Aufklärung über Hospizarbeit
11. September 2020
Wiesbaden – Keine einfachen Lösungen bei der erneuten Debatte um die Sterbehilfe in diesem Herbst erwartet die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP). „Kontroversen am Lebensende“ ist daher
Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin erwartet kontroverse Debatte um die Suizidbeihilfe
9. September 2020
Bonn/Berlin – Die Hospiz- und Palliativversorgung in Deutschland weiter auszubauen fordert die Stiftung Deutsche Krebshilfe. „Trotz der durchaus erfolgreichen Entwicklung der Palliativmedizin in
Krebshilfe fordert Ausbau der Palliativmedizin
7. September 2020
Berlin – Apotheken soll es künftig erlaubt sein, auch parenteral hergestellte opioidhaltige Betäubungsmittel an andere Apotheken abzugeben. So sollen Engpässe in der Versorgung von Palliativpatienten
Regierung will Engpässen bei ambulanter Palliativversorgung entgegenwirken
25. August 2020
Berlin – Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) zur Suizidbeihilfe, das Ende Februar das seit 2015 bestehende Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe (Paragraf 217 Strafgesetzbuch) für
Sterbehilfe: Anpassung des ärztlichen Berufsrechts angemahnt
29. Juli 2020
Berlin – Die Bundesregierung verfügt offenbar über wenig Informationen zur Lage sterbender Menschen in Deutschland. Das geht aus einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion im Bundestag
Wenig Daten zur Situation sterbender Menschen in Deutschland
26. Juni 2020
Berlin – Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat eine neue Informationsbroschüre zur ambulanten Palliativversorgung veröffentlicht. Das Heft stellt Möglichkeiten vor, wie Praxen und
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER