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Fachgesellschaft warnt vor Unfällen beim E-Bike-Fahren

Dienstag, 6. August 2019

E-Bike mmphoto AdobeStock_142272397

Wien – Vor Unfällen mit den E-Bike und hier insbesondere mit E-Mountainbikes warnt die AGA – Gesellschaft für Arthroskopie und Gelenkchirurgie. „Neben der höheren Geschwin­digkeit, die je nach Typ erreicht werden kann, stellt vor allem das deutlich höhere Gewicht ein Risiko dar. Das Mountainbike ist dadurch bergab viel schwieriger zu steuern. Hinzu kommt, dass E-Bike-Fahrer in der Regel älter sind als Radfahrer ohne elektrische Unterstützung.

Ungeübte Biker sind in Bezug auf Reaktion, Geschick und Gebrechlichkeit anfälliger für Verletzungen“, hieß es aus der Fachgesellschaft. Fast drei Viertel aller Verletzungen von Mountainbike-Fahrern passieren laut der AGA durch einen Sturz nach vorne (73 Prozent). Unfälle zur Seite (24,7 Prozent) oder rückwärts (1,8 Prozent) passierten deutlich seltener. Der Sturz nach vorne sei dabei nicht nur der häufigste sondern auch der gefährlichste, da die Geschwindigkeit bergab meist deutlich höher sei. So ereigneten sich 84 Prozent der Knochenbrüche und 90,9 Prozent der Gehirnerschütterungen beim Sturz nach vorne.

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Drei Viertel aller Verletzungen sind laut der Fachgesellschaft Schürfwunden, Platzwunden und Prellungen der unteren Extremität. Gravierender seien in der Regel die Verletzungen der oberen Extremität. Im Bereich der Schulter, Arme und Hände komme es am häufigsten zu Frakturen.

Speziell bei Downhill-Fahrern seien Rippenfrakturen das größte Risiko. Aber auch das Schlüsselbein leidet häufig (13 bis 24 Prozent aller Frakturen), gefolgt von Finger-, Unterarm- und Handgelenksfrakturen. Jede siebte Verletzung betrifft die Bänder. „Und eine ist dabei besonders auffällig: die Schultereckgelenkssprengung – sie stellt fast jede zweite Bandverletzung dar“, hieß es aus der AGA.

„Wer mit seinem Mountainbike und insbesondere mit einer E-Bike-Variante unterwegs ist, sollte unbedingt auf die richtige Schutzkleidung achten: Helm, eventuell mit Vollvisier für Downhill-Biken. Aber auch Handschuhe, Mountainbike-Schuhe und bruchsichere Brillen sollten zur Ausstattung dazu gehören“, mahnt die Fachgesellschaft.

Zu schwerwiegenden Hirnverletzungen komme es mittlerweile allerdings eher selten, da inzwischen die meisten der Mountainbike-Fahrer einen Helm trügen was Hirnverletzungen um 90 Prozent reduzieren könne.    

Die AGA ist Europas größte Fachgesellschaft für Arthroskopie. Sie wird gemeinsam von deutschen, österreichischen und Schweizer Ärzten geleitet. © hil/aerzteblatt.de

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