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Vermischtes

Zentrales Logistikzentrum für Medizinprodukte senkt Dieselverbrauch

Mittwoch, 7. August 2019

Peter Endig - picture-alliance

Hannover – Mehr als 300.000 Transportkilometer sowie etwa 40.000 Liter Dieselkraftstoff pro Jahr konnten durch die Zentralisierung der Auslieferung von Medizinprodukten an Krankenhäuser in Hannover eingespart werden. Das geht aus einer Studie der Leibniz Universität Hannover und des Steinbeis-Transferzentrums Industrial Engineering und Prozess Exzellenz hervor, mit der das im Jahr 2000 begonnene Expo-Projekt „NetLog“ evaluiert wurde. Innerhalb von zehn Jahren wurden auf diese Weise 3,5 Millionen Transportkilometer eingespart.

Ziel des Projekts ist die einheitliche Belieferung aller Krankenhäuser bis hin zum Endverbraucher in den Stationen. Beteiligt sind das Kinderkrankenhaus auf der Bult, die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), das Klinikum Region Hannover (KRH), das St. Bernward Krankenhaus in Hildesheim und die Sophienklinik in Hannover. Dabei haben die teilnehmenden Krankenhäuser zudem ihr Spektrum an Medizinprodukten vereinheitlicht. Im Rahmen des Projekts wurde das größte Logistikzentrum für Medizinprodukte in Deutschland eingerichtet.

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Krankenhäuser konnten Lagerflächen reduzieren

„Wir haben mithilfe von Simulationsmodellen nachgewiesen, dass NetLog Hannover die gefahrenen Transportkilometer im Jahr 2018 im Vergleich zu einer dezentralen Versorgung von den Lieferanten zu den Krankenhäusern um 48 Prozent reduzieren konnte“, so Studienleiter Michael Breitner, Direktor am Institut für Wirtschaftsinformatik der Universität Hannover. In Zahlen seien das über 300.000 Kilometer weniger Transporte in einem Radius von 30 Kilometern um Hannover und die Einsparung von rund 40.000 Liter Dieselkraftstoff pro Jahr.

„Wir konnten durch Befragungen in den beteiligten Häusern in vielen Bereichen zudem positive Effekte durch NetLog Hannover feststellen“, erläutert Studienleiterin Vera Hummel vom Steinbeis-Transferzentrum. So sei die Anzahl der Artikel, die im Warenlager des Lieferanten zentral gelagert werden, in den ersten Jahren des Projekts von 25 auf 75 Prozent gestiegen. Das senke die Gesamtbestände im Netzwerk. Ebenso hätten sich in den beteiligten Häusern sowohl die Lagerflächen als auch die Kapitalbindungskosten reduziert, da sich die Waren bis zur Entnahme im Eigentum der Lieferanten befänden. Zwei Drittel der Häuser konnten der Studie zufolge Lagerflächen reduzieren.  © fos/aerzteblatt.de

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