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Schwangerensport könnte neuromotorische Fähigkeiten vor allem von weiblichen Säuglingen fördern

Donnerstag, 8. August 2019

Schwangere Frauen beim Sport /Kalim, AdobeStock.com
/Kalim, AdobeStock.com

Greenville/North Carolina – Regelmäßige sportliche Betätigungen in der Schwangerschaft könnten Säuglingen einen leichten Entwicklungsvorsprung verschaffen. In einer randomisierten Studie in Medicine & Science in Sports & Exercise (2019; 51: 1671-1676) wurden bei Kindern der sportlichen Mütter im Alter von einem Jahr etwas bessere neuromotorische Fähigkeiten festgestellt.

Die Zeiten, in denen Schwangeren zur körperlichen Schonung geraten wurde, sind vorüber. Viele Frauen möchten während der Schwangerschaft fit bleiben, und die Gynäkologen unterstützen dies – solange nichts dagegen spricht. Absolut kontraindiziert ist Sport nach Einschätzung des American College of Obstetricians and Gynecologists bei einer Zervixinsuffizienz, drohender Frühgeburt und auch bei Präeklampsie oder Schwanger­schaftshypertonie. Wenn die Schwangeren jedoch gesund sind, können sie joggen, radfahren, schwimmen oder auch zum Krafttraining ins Fitnessstudio. Nur Kontaktsportarten oder Sportarten mit Verletzungsrisiko sollten Schwangere meiden.

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Einige Forscher sind sogar davon überzeugt, dass der Sport in der Schwangerschaft sich günstig auf die Entwicklung des Kindes auswirkt. Linda May von der East Carolina University in Greenville hatte in früheren Studien herausgefunden, dass die Feten von Sport treibenden Schwangeren einen langsameren Herzschlag und eine höhere, sprich bessere Herzfrequenzvariabilität haben.

In der aktuellen Studie hat die Forscherin untersucht, ob sich der Sport günstig auf die neuromotorische Entwicklung auswirkt. Insgesamt 71 gesunde, schwangere Frauen, die meisten von ihnen im ersten Trimenon einer Einzelschwangerschaft, wurden nach dem Losverfahren auf 2 Gruppen verteilt.

Die erste Gruppe von 33 Frauen wurde gebeten, 3-mal in der Woche für eine Stunde ein Ausdauertraining zu absolvieren, wobei sie sich nach dem Aufwärmen auf 49 bis 59 % der maximalen Herzfrequenz belasten sollten. Die Sportstunden fanden an der Universität in Gegenwart von Mitarbeitern des Forscherteams statt. Die 2. Gruppe von 27 Schwangeren sollte während der Zeit Atem- und Streckübungen durchführen. Dabei sollte der Puls nicht auf mehr als 40 % der maximalen Herzfrequenz ansteigen, was mit einem Pulsmesser kontrolliert wurde.

Kleine Vorteile

Die Säuglinge wurden im Alter von einem Monat von einem pädiatrischen Physiothera­peuten untersucht, der die neuromotorische Entwicklung mit den Peabody Developmental Motor Scales (PDMS-2) bewertete. Der Test beurteilt Reflexe, das Verhalten im Liegen und die aktive Beweglichkeit. Die Ergebnisse werden in einem Gross Motor Quotient (GMQ) zusammengefasst.

Wie May berichtet, hatten sich die Kinder in beiden Gruppen normal entwickelt. Die Ergebnisse waren bei den Säuglingen, deren Mütter an den Sportgruppen teilgenommen hatten, etwas besser. Die Unterschiede waren allerdings nicht sehr groß und nur in der aktiven Beweglichkeit statistisch signifikant.

Ob sich dieser kleine Vorteil positiv auf die weitere Entwicklung der Kinder auswirkt, bleibt abzuwarten. Die Forscher wollen dies in weiteren Studien untersuchen. Wie die Wirkung zustande kommt, ist unklar. May hält es für möglich, dass der Sport über die Plazenta die Sauerstoffversorgung des Feten verbessert.

Mädchen könnten mehr profitieren

Die Wirkung des Schwangerensports war bei männlichen und weiblichen Säuglingen verschieden. Normalerweise entwickeln sich männliche Säuglinge in den ersten Monaten schneller als weibliche, was Hirnforscher auf einen leichten Vorsprung in der Hirnentwicklung zurückführen. Diese Unterschiede waren auch in der Kontrollgruppe vorhanden. Bei den Müttern, die Schwangerschaftssport betrieben hatten, entwickelten sich beide Geschlechter gleich schnell.

Der Sport könnte demnach die Mädchen vor einem leichten Nachteil im ersten Lebensmonat bewahrt haben. Aber auch hier sollten die Ergebnisse sicher nicht überbewertet werden, weil sich in der Regel Mädchen und Jungen später gleich gut entwickeln. © rme/aerzteblatt.de

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Avatar #754103
Biochemie
am Freitag, 9. August 2019, 10:38

Wie wirkt Schwangerensort auf die Frau und Säugling?

Eines ist sicher, eine für den Körper und Geist angepasste Bewegung bringt die Frau zu einen Wohlgefühl ob Schwanger oder nicht und dieses wird Einfluss auf das ungeborene Kind haben ob es männlich oder weiblich wird.


LNS

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