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Compugroup muss Gewinneinbruch hinnehmen

Donnerstag, 8. August 2019

/dpa

Koblenz – Die Compugroup Medical SE (CGM) hat im zweiten Quartal diesen Jahres einen Umsatzrückgang und einen Gewinneinbruch verbüßt. Der Umsatz des auf Arztpraxen und Apotheken spezialisierten SDax-Konzerns sank um zwei Prozent auf 186,6 Millionen Euro, wie Compugroup gestern in Koblenz mitteilte.

Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen wies das Unternehmen einen Rückgang um knapp ein Drittel auf 37,4 Millionen Euro aus. Unter dem Strich fiel der auf die Aktionäre entfallende Konzerngewinn um 44,6 Prozent auf 14 Millionen Euro.

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Zum großen Minus trug allerdings ein Sondereffekt von knapp sieben Millionen Euro im Quartal bei, weil das Unternehmen einem ausgeschiedenden Vorstandsmitglied eine aktienbezogene Vergütung gewährte. Ohne diesen Effekt hätte das operative Ergebnis bei 44,3 Millionen Euro gelegen – ebenfalls rund zehn Millionen weniger als im Vorjahres­zeit­raum und auch schwächer als von Analysten geschätzt.

Allerdings sei das zweite Quartal 2018 die Hochphase der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte gewesen, hieß es. Die Jahresprognose bestätigte die Compugroup, die Belastung des operativen Ergebnisses im Gesamtjahr von knapp 4 Millionen Euro werde aufgefangen.

Die Anleger reagierten allerdings kritisch auf die neuen Zahlen, die unter dem Umsatz­hoch des vergangenen Jahres blieben: Die Aktie des Unternehmens verlor gestern nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen mehr als 13 Prozent.

An der Prognose für das laufende Jahr hält die Compugroup fest. „Die Prognose für das Gesamtjahr 2019 mit einem Umsatz in dem Bereich von 720 Millionen bis 750 Millionen Euro und einem EBITDA von 190 bis 205 Millionen Euro wird bestätigt“, teilte das Unter­nehmen mit.

CGM wies auch darauf hin, dass sich insbesondere die wiederkehrenden Umsätze positiv entwickelt hätten. „Während im zweiten Quartal des vergangenen Jahres der Umsatz-Peak der TI-Einführung bei den niedergelassenen Ärzten bestimmend war, gelingt es in diesem Jahr, die Grundlage der besonderen Stabilität unseres Geschäfts, die wiederkehrenden Um­sätze, um zehn Prozent gruppenweit zu steigern“, erläuterte Finanzvorstand Micha­el Rauch.

Dazu trage unter anderem das deutliche Wachstum der Abonnements für TI-Zugangs­diens­te in den vergangenen zwölf Monaten bei. Im zweiten Quartal seien zudem die Be­reiche Pharmacy Information Systems (PCS), Hospital Information Systems (HIS) und Health Connectivity Services (HCS)  stärker als erwartet gewachsen.

Frank Gotthardt, Vorstandsvorsitzender der CGM, sieht für die Zukunft sehr große Wachs­tumschancen. „Die Einführung der Tele­ma­tik­infra­struk­tur in Apotheke und Krankenhaus sowie der flächendeckende Rollout wichtiger Mehrwertanwendungen wie des Notfallda­tensatzes, des signierten elektronischen Arztbriefes und des elektronischen Medikations­plans sind für unseren Markt in Deutschland sehr wichtig und erfreulich“, sagte er. Insge­samt nehme in Europa, aber auch weltweit, die Bedeutung von E-Health-Anwendungen enorm zu, so seine Einschätzung. © hil/dpa/aerzteblatt.de

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phoenX
am Freitag, 9. August 2019, 15:39

TI

Die CGM ist die umtriebiste und monopolartigste Firma im TI Sektor. Die waren seltsamerweise 1 Jahr die einzigsten TI Anbieter und Kollegen, die keine Ahnung haben und sich nicht für das Thema interessieren sind alle bei CGM. Und die wollen uns nun erzählen dass die tausenden verkauften Konnektoren und die abartigen 1200,- jährlichen VPN Gebühren reichen denen nicht? Oh da muss wohl noch der Steuerzahler extra zur Unterstützung dran?
LNS

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