NewsAuslandTötung von WHO-Mediziner im Kongo: Drei Ärzte festgenommen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Tötung von WHO-Mediziner im Kongo: Drei Ärzte festgenommen

Donnerstag, 8. August 2019

/picture alliance, KEYSTONE

Goma – Nach der Tötung eines Mediziners der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) im Ost-Kongo sind drei Ärzte festgenommen worden. Ihnen werde vorgeworfen, die Draht­zieher der Tötung des kamerunischen Ebolaexperten Richard Mouzoko im April gewesen zu sein, sagte der Militärankläger Jean-Baptiste Kumbu heute.

Sie würden voraussichtlich wegen Terrorismus und Mordes angeklagt. Dutzende weitere Menschen wurden demnach im Zusammenhang mit diesem Fall sowie weiteren Angriffen auf Ebolazentren festgenommen.

Anzeige

Mouzoko unterstützte im Auftrag der WHO den Kampf gegen Ebola im Ost-Kongo. Be­waffnete hatten im April die Universitätsklinik in Butembo, wo Patienten auf das Virus hin untersucht werden, angegriffen. Der Mediziner wurde getötet, und zwei weitere Men­schen wurden der Polizei zufolge verletzt. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus hatte die Attacke als „abscheulich“ verurteilt.

Butembo in der Provinz Nord-Kivu liegt im Zentrum des gegenwärtigen Ebolaausbruchs. Nach der verheerenden Epidemie in Westafrika 2014/2015 mit mehr als 11.000 Toten ist dies der bislang schlimmste Ausbruch.

Den Behörden im Kongo zufolge sind bis dato fast 2.800 Menschen erkrankt und knapp 1.900 Menschen gestorben. Dieser Ausbruch ist besonder schwer in den Griff zu be­kommen, da in der Region etliche Milizen aktiv sind und Menschen immer wieder vor der Gewalt fliehen müssen. Zudem werden des Öfteren Ebolahelfer angegriffen. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

7. September 2020
Frankfurt – Das Zaire Ebolavirus wird vermutlich durch verschiedene Flughund- und Fledermausarten übertragen. Der Lebensraum dieser Tiere ist in Afrika größer als gedacht. Das berichten
Lebensraum von Ebola-übertragenden Tieren größer als gedacht
2. Juni 2020
Kinshasa – Die Demokratische Republik Kongo hat einen Ebolaausbruch im Nordwesten des Landes vermeldet – nur wenige Wochen bevor es hoffte, das offizielle Ende der Epidemie im ganzen Land ausrufen zu
Neuer Ausbruch von Ebola im Kongo
15. April 2020
Goma − Im Kongo ist ein weiterer Ebolafall aufgetreten. Das siebenjährige Mädchen aus der Stadt Beni ist innerhalb kurzer Zeit der dritte infizierte Mensch, der von den Behörden des
Ebola im Ostkongo weiterhin aktiv
3. März 2020
Johannesburg – Bei der Ebola-Epidemie im Kongo ist nach Auskunft der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) die letzte Patientin entlassen worden. Sie war im ostkongolesischen Beni behandelt worden. „Die
WHO meldet Entlassung von letzter Ebola-Patientin im Kongo
28. Februar 2020
Genf – Im Kampf gegen die Ebola-Epidemie im Kongo gibt es nach Angaben der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) weitere Fortschritte. Wie die WHO gestern Abend mitteilte, wurden zwischen dem 18. und dem
Sieben Tagen lang kein neuer Fall von Ebola im Kongo
13. Februar 2020
Genf – Trotz Erfolgen im Kampf gegen das lebensgefährliche Ebola-Virus im Kongo schätzt die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) die Lage weiter als ernst ein. Sie beschloss gestern Abend, die im Juli
Ebola im Kongo weiterhin gesundheitliche Notlage
12. Februar 2020
Goma/Genf – Helfer im Kongo bringen die gefährliche Ebola-Epidemie langsam unter Kontrolle – doch Entwarnung gibt es noch nicht. Die Zahl der neuen Fälle sei in den vergangen Monaten stark gesunken,
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER