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Ausland

1,4 Millionen Menschen in Zentralamerika brauchen Lebensmittelhilfen

Freitag, 9. August 2019

/dpa

Genf – 1,4 Millionen Menschen in Zentralamerika benötigen nach Angaben der Vereinten Nationen dringend Nahrungsmittelhilfen. Grund seien Ernteausfälle durch unberechen­bare Wetterereignisse in den vergangenen fünf Jahren. Migrationsbewegungen könnten die Folge sein.

„Im fünften Jahr in Folge haben unberechenbare Wetterereignisse – anhaltende Trocken­phasen und exzessive Regenfälle – die Mais- und Bohnenernte im Trockenkorridor Zen­tralamerikas dezimiert“, teilte das UN-Welternährungsprogramm (WFP) heute in Genf mit. Zahlreiche Landwirte hätten daher Schwierigkeiten, ihre Familien zu ernähren. Insgesamt seien zwei Millionen Menschen in Guatemala, Honduras, El Salvador und Nicaragua von den Ernteausfällen betroffen.

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Die Familien im Trockenkorridor Zentralamerikas seien sehr auf ihre eigenen Ernten an­gewiesen. „Wenn sie ihre Ernte verlieren, versuchen die Bauern, in lokalen Plantagen Arbeit zu finden. Sie haben dann oft kein Einkommen, um Lebensmittel zu kaufen“, hieß es. Migration sei in diesem Fall aber keine Lösung. „Diejenigen, die zurückgelassen wer­den, leiden auch weiterhin an den Gründen für die Migration“, sagte Herve Verhoosel, Sprecher des WFP.

Das Welternährungsprogramm will künftig deutlich mehr Menschen in Zentralamerika unterstützen und rund 700.000 Menschen mit Nahrungsmitteln helfen. Bisher hat das WFP im laufenden Jahr 160.000 Menschen unterstützt. „Unsere Hilfe konzentriert sich auf die dringend benötigten Produkte. Außerdem wollen wir den Menschen dabei helfen, sich an den Klimawandel anzupassen“, sagte Verhoosel. © dpa/aerzteblatt.de

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