NewsAuslandLachgas wird in Niederlanden zu Problem
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ausland

Lachgas wird in Niederlanden zu Problem

Montag, 12. August 2019

/picture alliance, ANP

Amsterdam – Der Konsum von Lachgas als Partydroge hat in den Niederlanden drastisch zugenommen. Wegen zunehmender Probleme in den Vergnügungsvierteln und auch we­gen der Gesundheitsgefahren haben mehrere Städte wie etwa Amsterdam und Utrecht jetzt ein Verkaufsverbot solcher Gaskartuschen gefordert. Das niederländische Gesund­heitsminis­te­rium werde dies prüfen, hieß es in Den Haag.

Lachgas wird aus Kapseln für Sahnespender oder aus Luftballons inhaliert. Der Konsum führt zu einem kurzen Rausch. Die Zahl der Vergiftungen durch Lachgas sei sprunghaft angestiegen, heißt es in einem neuen Bericht des Nationalen Informationszentrums über Vergiftungen in Utrecht.

Anzeige

Hatte es 2015 noch 13 Fälle gegeben, sind im ersten Halbjahr 2019 bereits 67 Fälle von Gesundheitsschäden gemeldet worden. Dem Bericht zufolge konsumieren immer mehr Niederländer große Mengen von rund 50 Kartuschen pro Tag und das über einen länge­ren Zeitraum. Dies könne zu schweren Nervenschäden führen, warnt das Zentrum.

„Der Anstieg der Lachgas-Meldungen ist eine besorgniserregende Entwicklung“, hieß es. Laut dem niederländischen Sucht-Bericht hat jeder fünfte Jugendliche zwischen 20 und 24 Jahren schon einmal Lachgas inhaliert. In der Altersgruppe 13 bis 16 sei es jeder zehnte. © dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

21. September 2020
Berlin – Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2020 nach Recherchen von Welt am Sonntag weiter gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitum starben mit 662 Menschen demnach
Zahl der Drogentoten steigt um 13 Prozent
8. September 2020
Berlin – Die Gesellschaft muss ihre Scheu ablegen, über Suchterkrankungen zu sprechen. Das hat die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Daniela Ludwig (CSU), heute in Berlin angemahnt. „Sucht ist
Rauschgiftkriminalität: Mehr Prävention und mehr Hilfsangebote
2. September 2020
San Francisco – Mehr als ein Sechstel aller plötzlichen Herztodesfälle außerhalb einer Klinik konnte in einer prospektiven Kohortenstudie in den Annals of Internal Medicine (2020; DOI:
USA: Drogentod wird häufig als plötzlicher Herztod fehlgedeutet
4. August 2020
München – Fast 500 Menschen sind in Bayern mittlerweile für den Einsatz von lebensrettendem Nasenspray für Heroinabhängige geschult worden. „In 70 Notfallsituationen kam Naloxon gezielt zum Einsatz
Nasenspray gegen Drogentod: Fast 500 Menschen geschult
25. Juni 2020
Wien – Die Vereinten Nationen (UNO) rechnen wegen der Coronakrise mit einer Zunahme des weltweiten Drogenkonsums. Von steigenden Arbeitslosenzahlen bis hin zu Einsparungen bei Präventionsprogrammen
UNO rechnet mit Zunahme des weltweiten Drogenkonsums
12. Juni 2020
Berlin – Durch die geplant Mehrwertsteuerabsenkung der Bundesregierung spart die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) Millionen. Ärger gibt es aber nach wie vor um Alkohol und Tabak. Die Senkung der
Mehrwertsteuersenkung: Einsparung für Kassen, Ärger um Alkohol
29. Mai 2020
Berlin – Jugendliche sollen erstmals mit einer Kampagne in den sozialen Medien über die gesundheitlichen Risiken des Marihuanakonsums aufgeklärt werden. Die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER