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Ausland

Krankenhausschiff versorgt Menschen in Amazonasgebieten

Montag, 12. August 2019

/picture alliance

Vatikanstadt/Obidos – Am Amazonas ist ein Krankenhausschiff mit dem Namen „Papst Franziskus“ in Dienst genommen worden. Wie die Vatikanzeitung Osservatore Romano berichtet, ist das 32 Meter lange Schiff mit allen wichtigen Geräten und Abteilungen aus­gestattet – von der Chirurgie bis zur Zahnarztpraxis. Das schwimmende Hospital soll rund 700.000 Menschen versorgen, die entlang des Amazonas im brasilianischen Bundes­staat Para leben.

Die „Papst Franziskus“ ist ein Kooperationsprojekt der katholischen Kirche und der Regie­rung des Bundesstaates Para. Finanziert wurde das Schiff dem Bericht zufolge vor allem durch Bußgelder der Unternehmen Shell Chemie und BASF, die diese für einen Chemie­un­­fall hätten zahlen müssen, bei dem 60 Menschen ums Leben gekommen seien.

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Dass das Projekt zustande kam, bezeichnete der Bischof von Obidos, Johannes Bahlmann, als ein Wunder. Viele Menschen, vor allem jene in den kleinen Dörfern Amazoniens, hätten keine Möglichkeit, zu Ärzten in den größeren Städten zu gelangen. Jetzt könnten die Mediziner zu ihnen kommen. An Bord der „Papst Franziskus“ sind laut den Angaben zehn Angestellte und rund 20 Freiwillige tätig, unter ihnen Ärzte, Assistenten und Pfleger.

Die Initiative ging dem Zeitungsbericht zufolge tatsächlich von Papst Franziskus aus. Als dieser am Rande des Weltjugendtages 2013 in Rio ein kirchliches Krankenhaus besuchte, habe er einen verantwortlichen Ordensmann gefragt, ob er und seine Mitstreiter denn auch in Amazonien tätig seien. Als dieser verneint habe, habe der Papst gesagt: „Dann musst du dort hingehen.“

Erste Pläne zweier Hospitäler an Land seien bald verworfen worden, weil klar geworden sei, dass die meisten Patienten nicht dorthin kommen könnten. Darauf habe man sich für die schwimmende Lösung entschieden, so Bahlmann. © kna/aerzteblatt.de

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