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Politik

Baden-Württembergs Ge­sund­heits­mi­nis­ter will Rauchverbot ausweiten

Dienstag, 13. August 2019

/dpa

Stuttgart – Baden-Württembergs Ge­sund­heits­mi­nis­ter Manne Lucha (Grüne) will das Rau­chen in Gaststätten, Festzelten und Diskotheken im Land generell verbieten. Das kündig­te der Politiker der Stuttgarter Zeitung und den Stuttgarter Nachrichten zufolge an. Der Minister will nach der Sommerpause auf die Koalitionsfraktionen zugehen, um das Lan­desgesetz zum Nichtraucherschutz zu überarbeiten, wie ein Ministeriumssprecher be­stätigte.

„Es erscheint sinnvoll und fachlich notwendig, den Nichtraucherschutz auf sämtliche Gaststätten, ohne Ausnahmeregelung, auszuweiten“, heißt es in einem Vermerk des Ministeriums. So soll auch die im Gesetz bisher vorgesehene Erlaubnis zum Rauchen in abgetrennten Nebenräumen fallen. Auch Spielhallen sollen künftig mit einem Rauch­ver­bot belegt werden. E-Zigaretten und nikotinhaltige Shishas sollen nach Ansicht Luchas in das Nichtraucherschutzgesetz einbezogen werden.

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Der Vorstoß hat Widerstand in der Gastronomiebranche ausgelöst. „Wir brauchen keine weiteren Verbote“, sagte Tobias Zwiener vom Hotel- und Gaststättenverband Dehoga. Es gebe derzeit keine Klagen von Betrieben oder Gästen. Außerdem sei die Entscheidung über ein generelles Verbot existenzgefährdend für die rund 300 bis 400 Raucherkneipen im Land. Die Gastwirte hätten investiert in Raucherräume und Umbauten. „Und die Gäste nehmen das an“, sagte Zwiener.

In Bayern ist das Rauchen in Gasthäusern, Kneipen, Bierzelten und öffentlichen Gebäuden schon komplett verboten. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #715180
DrSchnitzler
am Dienstag, 27. August 2019, 09:54

Wo bleibt die Objektivität?

(Völlig unbenommen, wie man zum Rauchen stehen mag:)

Inzwischen fanden mehrere prospektive kontrollierte Studien (zB https://academic.oup.com/annonc/article/26/1/221/2802625, zit bei https://www.youtube.com/watch?v=QlSe34ORJWI) KEIN Risiko von "Passivrauchen" zB für Lungenkrebs. DEZIDIERT: weder bei Belastung "in der Kindheit", noch am Arbeitsplatz, noch bei rauchenden Partnern.

Aber egal. HAUPTSACHE man kann gesellschaftliche Gruppen wie die Raucher DENUNZIEREN. Ich wage nicht mir auszumalen, welche Konsequenzen die permanente Hetzjagd auf "unerwünschte Mitmenschen" in gesellschaftlicher Hinsicht haben mag.

Nur weiter so!

_____________
Der Unterzeichner stellt ausdrücklich klar, dass a) kein Interessenkonflikt besteht, und b) auch für ihn der Schutz menschlichen Lebens unverhandelbar ist.

MfkG Dr. A. Schnitzler, FAfIM, Lüneburg
Avatar #737153
rodneyprice
am Mittwoch, 14. August 2019, 08:20

Rauchverbot

Wie`s die Schweden machen, sollte schon lang europaweit durchgesetzt sein und keine faulen Ausreden, von wegen Arbeitsplätzen und Dergleichen.
LNS

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