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Ärzteschaft

KV Nordrhein besorgt über zunehmende Arzneimittel­knappheit

Dienstag, 13. August 2019

/dpa

Düsseldorf – Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) hat angesichts ver­mehr­ter Berichte über Lücken in der Arzneimittelversorgung dazu aufgerufen, die Dimensio­nen des Prob­lems in Apotheken und Großhandlungen zügig zu klären. Anderenfalls sei eine ver­lässliche medizinische Patientenversorgung auf Dauer nicht zu gewährleisten.

„Uns erreichen vermehrt Rückfragen von Praxen zu nicht verfügbaren Arzneimitteln“, er­klärte der Vorstandsvorsitzende der KVNO, Frank Bergmann. Immer häufiger müssten Apo­theken mit den Praxen Rücksprache zu wirkstoffgleichen Arzneimitteln halten, oft könne aber aufgrund eines gesamten Wirkstoffmangels auch nicht mehr auf andere Anbieter ausgewichen werden.

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„Wichtig ist vor allem herauszufinden, welche Wirkstoffe nicht lieferbar sind, ob es sich um lokale Probleme handelt oder Wirkstoffe bundesweit nicht verfügbar sind und ob mit länger andauernden Lieferausfällen zu rechnen ist“, erklärte der KVNO-Chef nun.

Bergmann macht vor allem die Konzentration auf einzelne Produktionsstätten im Aus­land, der „offenbar lukrativere“ Verkauf von Medikamenten in Nachbarländer sowie ein­gestellte Produktionen aufgrund fehlender Rentabilität für Engpässe verantwortlich.

„Bleibt die Fra­ge, wer die Verantwortung dafür übernimmt, wenn Patienten aus solchen Gründen nicht adäquat versorgt werden können“, mahnte er. © hil/sb/aerzteblatt.de

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