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Ausland

„Open Arms“ bittet Spanien um Aufnahme minderjähriger Migranten

Dienstag, 13. August 2019

/dpa

Madrid/Rom – Die fast zwei Wochen andauernde Irrfahrt des spanischen Rettungsschiffes „Open Arms“ mit 151 Migranten an Bord geht weiter. Die Hilfsorganisation Proactiva Open Arms rief die spanische Botschaft in Malta zur Aufnahme der 31 Minderjährigen an Bord auf. „Sie erfüllen die Bedingungen, um als Flüchtlinge anerkannt zu werden“, zitier­ten spanische Medien aus einem Schreiben von Schiffskapitän Marc Reig an die diploma­tische Vertretung.

Spaniens Verkehrsminister José Luis Ábalos betonte, der Kapitän habe keine „rechtliche Befugnis“, um Asyl für die Jugendlichen zu beantragen. Die „Open Arms“ habe bisher auch nicht offiziell darum gebeten, einen spanischen Hafen anlaufen zu dürfen, so Ábalos.

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Die beiden nächstgelegenen europäischen Länder – Italien und Malta – verweigern Rettungsschiffen immer wieder die Einfahrt in ihre Häfen und wollen, dass andere EU-Staaten vorab eine Aufnahme der Migranten zusichern.

Derzeit befindet sich auch die „Ocean Viking“ der Hilfsorganisationen SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen mit 356 geretteten Migranten im Mittelmeer. Das deutsche Rettungsschiff „Alan Kurdi“ zog derweil aus der Rettungszone vor Libyen ab und erreichte heute Spanien.

„Dort werden wir eine kurze Pause einlegen für Wartungsarbeiten und für unseren Crew­wechsel“, sagte Sea-Eye-Sprecher Gorden Isler. Ende August wollen die Seenotretter vor die libysche Küste zurückkehren. Zuletzt hatte Sea-Eye Ende Juli Migranten gerettet, die Malta zunächst aufgenommen hatte und die auf mehrere Mitgliedsstaaten der EU verteilt werden sollten. © dpa/aerzteblatt.de

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