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Erste-Hilfe-Sets für Thüringer Polizisten

Donnerstag, 15. August 2019

/dpa

Erfurt – Thüringen plant die Anschaffung von mehr als 2.000 Medipacks für die Polizei. Nach Recherchen des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) Thüringen sollen vor allem Poli­zisten im Streifendienst mit den speziellen Ersthelfertaschen ausgestattet werden. Sie sollen damit in die Lage versetzt werden, im Einsatz verletzte Kollegen schneller medizi­nisch zu versorgen.

Bisher müssen Polizisten auf den Sanitätskasten im Einsatzwagen zurückgreifen oder auf Rettungssanitäter warten. Die Medipacks, die an der Weste getragen werden, beinhalten neben Druckverbänden, Binden, Pflastern und Handschuhen auch ein spezielles Abbinde­system für stark blutende Wunden.

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Laut Landespolizeidirektion können Beamte am Leben erhalten werden, die unter ande­rem Schussverletzungen erlitten haben. Bisher seien rund 460 Polizisten im Umgang mit den Medipacks geschult worden. Die Anschaffungskosten für die über 2.000 Ersthelferta­schen sollen sich auf etwa 170.000 Euro belaufen, der genaue Anschaffungstermin steht laut Thüringer Landespolizeidirektion noch nicht fest.

Die Gewerkschaft der Thüringer Polizei (GdP) kritisierte, dass die Medipacks erst jetzt an­geschafft werden. GdP-Chef Kai Christ sagte dem MDR, bereits nach dem Amoklauf am Gutenberg-Gymnasium 2002 in Erfurt sei diskutiert worden, wie verletzten Kollegen schneller geholfen werden könne. Die Anschaffung der Medipacks hätte deshalb schon damals auf die Agenda gehört. © hil/sb/aerzteblatt.de

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Avatar #751684
mednews for all
am Mittwoch, 21. August 2019, 18:23

Wichtig und Hilfreich man sollte aber nicht nur Selbst und Kameraden sondern auch die sonstige Pflicht zur ersten Hilfe bedenken.

Man sollte bedenken das Beamte für deutlich mehr Schutzverletztungen verantwortlich, sind als selbst davon direkt betroffen zu sein.
LNS

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