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Ärzteschaft

Fortbildungskonzept will interkulturelle Kompetenzen vermitteln

Freitag, 16. August 2019

/dpa

Düsseldorf – Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) hat heute das berufs­gruppenübergreifende Fortbildungskonzept „InterKultKom“ vorgestellt. Es soll die trans­kulturelle Kompetenz von Ärzten, Pflegekräften und medizinischen Fachangestellten ver­bessern und in der Gesundheitsversorgung den Weg zu einer kultursensiblen Kommuni­ka­tion ebnen.

„In einer multikulturellen Gesellschaft ist es wichtig, dass unsere Gesundheitsversorgung allen Patienten gerecht wird“, erklärte KVNO-Präsident Rudolf Henke. Dabei seien alle beteiligten Gesundheitsberufe gerade beim Umgang mit schwersten Krankheiten und in Grenzsituationen am Lebensende besonders gefordert. Die „InterKultKom“-Fortbildungen sollen die dafür erforderlichen Fähigkeiten vermitteln.

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Dazu zeigen die Fortbildungen beispielsweise, wie sich Dolmetscher und Sprachmittler in den Kommunikationsprozess in Klinik und Praxis integrieren und Beziehungen zu fremd­sprachigen Patienten erfolgreich gestalten lassen. Zudem erfahren die Teilnehmer, wie unterschiedliche Kulturen mit Schmerz, Tod und Trauer umgehen und lernen so die emo­tionalen Reaktionen von Schwerstkranken und Sterbenden mit unterschiedlichem kultu­rellen Hintergrund besser einzuordnen.

Im Rahmen eines Modellprojektes in der Städteregion Aachen wurde das Fortbildungs­kon­­zept bereits getestet und kam laut KVNO durchweg gut an. So fühlten sich die Teil­neh­mer eigenen Aussagen zufolge nach Abschluss der Schulung im Umgang mit Patien­ten aus anderen Kulturen wesentlich sicherer und lobten darüber hinaus vor allem den interdisziplinären Austausch der am Projekt beteiligten Gesundheitsberufe.

„Ich würde mich deshalb freuen, wenn es gelänge, dieses Schulungsprogramm künftig auch über die Städteregion Aachen hinaus umsetzen zu können“, so Henke. An dem von der Robert Bosch Stiftung geförderten Modellprojekt beteiligten sich neben der KVNO auch die Ärzte- und Zahnärztekammer Nordrhein, die Krankenhausgesellschaft Nord­rhein-Westfalen, der Pflegerat NRW sowie der Verband medizinischer Fachberufe.

Mit der Umsetzung war das von Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung getra­ge­ne Institut für Qualität im Gesundheitswesen Nordrhein (IQN) betraut, für die Evaluation ist die Universität Witten/Herdecke verantwortlich. © hil/sb/aerzteblatt.de

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