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Ärzteschaft

Honorarverhandlungen kommen nur schwer in Gang

Donnerstag, 15. August 2019

/stockWERK, stock.adobe.com

Berlin – Seit gestern verhandeln Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und Kranken­kassen wieder über die Honorare der Niedergelassenen für das kommende Jahr. Auf der Agenda des ersten Tages standen Hausbesuche, Orientierungswert sowie die Weiterent­wicklung des Einheitlichen Bewertungsmaßstabs (EBM).

„Insgesamt muss man sagen: schwierige Verhandlungssituation. Die Positionen klaffen sehr weit auseinander“, zog KBV-Vorstandsvorsitzender Andreas Gassen in einem Inter­view mit KV-on eine erste Bilanz. Dies sei zwar keine wirkliche Überraschung, aber den­noch enttäu­schend.

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Besonders beim Thema Hausbesuche seien sich die Verhandlungspartner erneut keinen Schritt nähergekommen. Auch die Weiterentwicklung des EBM gestaltet sich Gassen zu­folge schwierig: „Wir haben jetzt einen Beschluss vorgelegt, der die sprechende oder zu­wendungsintensive Medizin fördern soll“, so der KBV-Chef.

Die GKV habe jedoch auch hier andere Vorstellungen. Nun gelte es zu prüfen, ob sich bei­de Seiten auf einen gemeinsamen Beschluss einigen können oder strittig weiterverhan­delt werde. Beim Orientierungswert deutet sich ebenfalls an, dass das Thema im Er­wei­terte Bewertungsausschuss landet.

„Zumindest heute schien eine Einigung nicht in Sicht", bedauerte Gassen. Er hofft jedoch, dass die Spitzengespräche in der kommenden Woche möglicherweise zu einem Konsens führen könnten. © hil/sb/aerzteblatt.de

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