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Politik

Kosten für Pflegeheime steigen weiter

Freitag, 16. August 2019

/Anke Thomass, stockadobecom

Hamburg – Senioren müssen für ihre Unterbringung im Pflegeheim offenbar immer tiefer in die Tasche greifen. Der Eigenanteil, den Pflegebedürftige für ihren Platz aufbringen müssen, stieg im ersten Halbjahr 2019 im Bundesdurchschnitt auf 1.891 Euro im Monat, wie der Spiegel berichtet.

Das seien rund 60 Euro mehr als zu Jahresbeginn und 120 Euro mehr als im Januar 2018, schreibt das Magazin. Die Zahlen gehen aus Daten des Verbandes der Ersatzkassen (vdek) zum Stichtag 1. Juli 2019 hervor.

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Die Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern sind groß. Der Eigenanteil sei in Nordrhein-West­falen mit durchschnittlich 2.337 Euro am höchsten, in Sachsen-Anhalt mit 1.331 Euro am niedrigsten. Der Anstieg in den ostdeutschen Ländern verlaufe aller­dings besonders steil. In Sachsen, Brandenburg und Thüringen sei der durchschnittliche Eigenanteil im ersten Halbjahr 2019 um mehr als 80 Euro geklettert.

Die Pflegekasse übernimmt über eine feste Pauschale nur einen Teil der Kosten. Steigen­de Ausgaben, etwa für höhere Löhne, tragen die Pflegebedürftigen. Erst vorgestern hatte das Bundeskabinett beschlossen, Eltern und Kinder von Pflegebedürftigen zu entlasten. Sie sollen erst ab einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro brutto für die Heimkosten ihrer Eltern aufkommen müssen.

Der nordrhein-westfälische Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) forderte angesichts steigender Belastungen weitere Erleichterungen. „Die Leistungen der Pflegeversicherung müssen umso höher ausfallen, je länger ein Mensch gepflegt werden muss", sagte Lau­mann dem Magazin zufolge bei Wahlkampfterminen in Sachsen. Damit könnten auch die Ehepartner von langjährig Pflegebedürftigen finanziell entlastet werden. © kna/aerzteblatt.de

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