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Politik

Patientenschützer dringen auf Reform der Pflegefinanzierung

Montag, 19. August 2019

/dpa

Berlin – Angesichts weiter steigender Zuzahlungen für Bewohner in Pflegeheimen drin­gen Patientenschützer auf ein rasches Gegensteuern der Bundesregierung. „Für eine zu­kunfts­sichere und bezahlbare Pflege muss die Finanzierung endlich grundlegend refor­miert werden“, sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch.

Wie die gesetzliche Kran­ken­ver­siche­rung bei der Behandlung von Krankheiten müsse die Pflegeversicherung die gesamten Pflegekosten übernehmen. Zusätzlichen Aufwand für Unterbringung, Verpflegung und Investitionen zahle dann weiter jeder selbst – je nach­dem, welcher besonderer Komfort gewünscht werde.

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Nach Daten des Verbands der Ersatzkassen mussten Pflegebedürftige mit Stand 1. Juli im Bundesschnitt 1.891 Euro im Monat selbst zahlen, wie zuerst der Spiegel berichtete. Das waren 61 Euro mehr als zum Stichtag 1. Januar.

Enthalten sind Kosten für die eigentliche Pflege sowie für Investitionen, Unterkunft und Verpflegung. Unter den Ländern gibt es aber erhebliche Unterschiede. Die Spanne reichte zum 1. Juli von 1.331 Euro pro Monat in Sachsen-Anhalt bis zu 2.337 Euro in Nordrhein-Westfalen. Die Kosten für die eigentliche Pflege lagen im Bundesschnitt bei 693 Euro.

Brysch kritisierte, die steigenden Eigenanteile seien für Betroffene unzumutbar, denn die Leistungen aus der Pflegeversicherung seien seit zweieinhalb Jahren gleich geblieben. „So reicht der bisher gezahlte Zuschuss aus der Pflegeversicherung nicht einmal aus, um die reinen Pflegekosten im Heim zu bezahlen.“ © dpa/aerzteblatt.de

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