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Bayer verkauft Tierarzneimittel­sparte

Dienstag, 20. August 2019

/dpa

Leverkusen – Bayer verkauft seine Tierarzneimittelsparte für 7,6 Milliarden US-Dollar (6,85 Milliarden Euro) an den US-Konzern Elanco. Das teilte Bayer heute in Leverkusen mit. Von der Summe sollen 5,3 Milliarden Dollar in bar beglichen werden. Die übrigen 2,3 Milliarden werden in Aktien von Elanco gezahlt.

„Animal Health“ ist die kleinste Sparte im Bayer-Konzern, die Tochterfirma mit Sitz in Monheim bei Düsseldorf und Produktionsanlagen in Kiel und Shawnee (USA) hat rund 3.700 Mitarbeiter – das sind nur gut drei Prozent der Bayerbelegschaft insgesamt.

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Mit den Einnahmen können die Leverkusener den Schuldenberg drücken, der durch die Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto entstanden war. Unlängst hatte Bayer bereits mit Anteilen an einem Chemieparkbetreiber Kasse gemacht. Der Firmenteil, der nun verkauft wurde, kam 2018 auf einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro, die Geschäfte waren profitabel. Zum Vergleich: Der Konzernumsatz lag bei knapp 40 Milliarden Euro.

Die Bayersparte verkaufte Floh-, Zecken- und Entwurmungsmittel sowie Halsbänder zur Abwehr des Ungeziefers. In ihrem Geschäftsbericht 2018 attestierten die Leverkusener der Sparte positive Perspektiven: Die Weltbevölkerung steige und es gebe höhere Durch­schnittseinkommen.

„Dies führt zu einem vermehrten Haustierbesitz und im Nutztierbereich zu einem stei­genden Fleisch- und Milchkonsum“ – dementsprechend steige auch die Nachfrage nach Arzneimitteln für Tiere.

Elanco, das einst dem US-Pharmariesen Eli Lilly gehörte und von diesem an die Börse gebracht wurde, ist mit weltweit 5.600 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von zuletzt 3,1 Milliarden Dollar (2,8 Milliarden Euro) eine feste Branchengröße. Elanco sorgte be­reits 2015 für Aufsehen, als das Unternehmen die Tiergesundheitssparte von Novartis übernahm. © dpa/aerzteblatt.de

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