NewsPolitikKlöckner schlägt weitere Dünge­beschränkungen vor
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Klöckner schlägt weitere Dünge­beschränkungen vor

Dienstag, 20. August 2019

/picture alliance, blickwinkel

Berlin – Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) schlägt auf Drängen der EU-Kom­mis­­sion weitere Verschärfungen der Düngeregeln zum Schutz des Grundwassers vor. So sollen in stark nitratbelasteten Gebieten Sperrzeiten fürs Düngen von Grünland um zwei Wochen auf vier Monate von Oktober bis Ende Januar ausgedehnt werden.

Besondere Düngevorgaben für Hangflächen sollen schon ab fünf Prozent Neigung statt ab zehn Prozent greifen. Das geht aus einem Ministeriumspapier für ein Treffen von Bund und Ländern morgen in Berlin hervor.

Anzeige

Deutschland steht in dieser Frage bereits seit Jahren unter Druck der EU-Kommission. Im Juni 2018 hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) Deutschland nach einer Klage der Behörde verurteilt. Deutschland habe über Jahre hinweg zu wenig gegen Überdüngung mit Gülle und Verunreinigung des Grundwassers durch Nitrat unternommen, urteilten die Luxemburger Richter damals. Dies verstoße gegen EU-Recht.

Das Urteil bezog sich zwar noch auf ältere Düngeregeln. Auch die erst 2017 geänderten Vorgaben müssen nach Vorstellung der EU-Kommission aber weiter verschärft werden.

Die Bundesregierung legte daher im Juni schon neue Vorschläge vor, Brüssel macht aber weiter Druck. Am 28. August wollen Klöckner und Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) nach Brüssel reisen, um zusätzliche Vorschläge zu präsentieren. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #738182
siggih
am Mittwoch, 21. August 2019, 07:11

Völlig unzureichend!

Verlängerung der Sperrzeiten fürs Düngen von Grünland um zwei Wochen auf vier Monate - das soll etwas bringen ?
LNS

Nachrichten zum Thema

13. Juli 2020
Boston – In Vorbereitung auf eine Entscheidung der Umweltbehörde EPA haben US-Epidemiologen noch einmal die Auswirkungen der Feinstaubbelastung in der Umwelt auf die Sterblichkeit älterer Menschen
Feinstaub: Sterblichkeit steigt auch unterhalb der Grenzwerte
7. Juli 2020
Moskau – Klimaforscher sind besorgt wegen der in Sibirien und im äußerten Osten Russlands wütenden Waldbrände und Rekordtemperaturen. Allein im Juni hätten die Brände geschätzt 59 Megatonnen
Forscher besorgt wegen Bränden und Temperaturrekorden in Sibirien
11. Juni 2020
Tokio − Das in Kontrastmitteln für die Magnetresonanztomografie (MRT) eingesetzte Metall der seltenen Erden Gadolinium gelangt über die Abwässer in die Umwelt. In Tokio, der Hauptstadt des
Magnetresonanztomografie: Gadolinium aus Kontrastmitteln gelangt zunehmend in die Umwelt
9. Juni 2020
Berlin – Die Belastung der Stadtluft mit gesundheitsschädlichem Stickstoffdioxid ist im vergangenen Jahr stark gesunken. Wie Umweltbundesamt und Umweltministerium heute mitteilten, wurde der
Stickoxidgrenzwert in 25 Städten überschritten
27. Mai 2020
Berlin – Weltweit fordern Ärzte gemeinsam mit anderen Gesundheitsberufen die Sicherung der essenziellen Lebensgrundlagen auf dem Planeten. 350 Gesundheitsorganisationen, die nach eigenen Angaben rund
COVID-19 und Klima: Die Krise als Chance begreifen
19. Mai 2020
Oslo – Die weltweiten CO2-Emissionen sind zur Hochzeit der strikten Coronamaßnahmen zeitweise um etwa ein Sechstel zurückgegangen. Die globalen Tageswerte waren Anfang April um schätzungsweise bis zu
CO2-Emissionen bei Lockdown zeitweise gesunken
18. Mai 2020
Garching – Am Forschungsreaktor FRM II in Garching bei München ist radioaktives C-14 ausgetreten. Der Jahresgrenzwert des radioaktiven Nuklids sei überschritten worden, teilte die Technische
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER