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Experten warnen vor hohem Blutdruck bei Kindern

Dienstag, 20. August 2019

/Alex, stockadobecom

Heidelberg – Die Deutsche Hochdruckliga (DHL) hat vor den Gefahren von Bluthochdruck im Kindesalter gewarnt. Demnach sind nicht nur Erwachsene betroffen, auch immer mehr Kinder leiden darunter. So hat laut DHL jedes vierte Kind mit Fettleibigkeit zu hohe Blut­druckwerte, woraus sich später lebensbedrohliche Herz-Kreislauf-Komplikationen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall entwickeln können.

Der Fachgesellschaft zufolge sind mehr als 15 Prozent der Mädchen und Jungen im Alter von drei bis 17 Jahren übergewichtig, fast sechs Prozent fettleibig. Rund sieben Prozent der übergewichtigen und 25 Prozent der fettleibigen Kinder haben einen zu hohen Blut­druck – Tendenz steigend.

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Besonders in jungen Jahren sind laut DHL die Folgen unkontrollierten Blutdrucks gravie­rend. Erste Schäden könnten sich schon im Kindes- und Jugendalter zeigen, wie eine Ver­dickung des Herzmuskels und der Blutgefäßwände.

„Je länger ein Mensch erhöhten Blutdruckwerten ausgesetzt ist, desto höher ist das Risiko für solche kardiovaskulären Folgeerkrankungen“, erklärte der DHL-Vorstandsvorsitzende Bernhard Krämer. Bluthochdruck müsse daher von Anfang an konsequent behandelt wer­den, auch im Kindesalter. Empfohlen werde von der European Society of Hypertension (ESH), bei allen Kindern und Jugendlichen ab dem dritten Lebensjahr bei jedem Arztbe­such den Blutdruck zu messen.

„Sollte der Arzt bei einem Kind zu hohen Blutdruck feststellen, sollte nach Abklärung der Ursache umgehend gehandelt werden“, sagte Elke Wühl vom Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin des Universitätsklinikums Heidelberg. Durch die Umstellung auf eine ausgewogene Ernährung, bei Übergewicht mit dem Ziel der Gewichtsreduktion, und passende Bewegungsangebote für das Kind, könne in der Regel eine Senkung oder sogar Normalisierung des Blutdrucks erreicht werden.

In einigen Fällen sei aber eine medikamentöse Therapie unumgänglich, so Wühl. Die meisten blutdrucksenkenden Arzneimittel seien gut verträglich und wirkten bei Kindern und Jugendlichen so gut wie bei Erwachsenen. © hil/sb/aerzteblatt.de

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