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Politik

Konzept zu „Magnet Hospitals“ soll Pflegesituation in Kliniken verbessern

Mittwoch, 21. August 2019

/dpa

Hannover – Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordwest hat ein Kon­zept zur Verbesserung der Krankenhausversorgung in Deutschland vorgelegt. Zentrales Element dabei sind sogenannte „Magnet Hospitals“, die die Rolle beruflich Pflegender im Krankenhaus gezielt fördern.

„Der derzeitige Pflegepersonalmangel ist auch darin begründet, dass Krankenhäuser es in den vergangenen Jahrzehnten verpasst haben, im Vergleich zu anderen Branchen konkur­renzfähige Arbeitsplätze für Pflegefachpersonen zu bieten“, sagte Martin Dichter, Vorsit­zen­der des DBfK Nordwest, bei der Konzeptpräsentation auf dem Pflegetag Niedersach­sen.

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Dem Verband zufolge könnte das aus den USA stammende Konzept der „Magnet Hospi­tals“ auch in Deutschland aufzeigen, was beruflich Pflegende in der Praxis leisten. Ziel des Konzeptes sei es, Arbeitsmotivation und Image der Pflegeberufe durch eine gestei­gerte Selbstbestimmung zu erhöhen.

Laut DBfK werden „Magnet Hospitals“ in den USA seit 1994 als solche zertifiziert. Für eine erfolgreiche Anerkennung werden 14 „Magnetkräfte“ auf ihre Wirkung auf das be­schäftigte Pflegepersonal untersucht.

Hierzu zählen unter anderem Organisationsstrukturen, Managementstil, Personalpolitik und -programm, Versorgungsqualität, Professionelles Pflegemodell, Qualität der pflege­rischen Führung, Autonomie und das Image der Pflege in der Klinik.

Das zahlt sich aus: „Etablierte Magnet Hospitals weisen bei Patienten kürzere Aufent­halts­­zeiten und niedrigere Sterbezahlen auf. Gleichzeitig haben sie weniger Probleme, Pflege­personal zu finden“, so Franz Wagner, Geschäftsführer des DBfK Bundesverbands. © hil/sb/aerzteblatt.de

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Avatar #109757
Loewenherz
am Donnerstag, 22. August 2019, 13:54

da werd ich schon wieder ganz genervt...

Bei uns liegen in den Krankenhäusern seit Jahren im ärztlichen wie pflegerischen Bereich genau diese Themen brach: "Organisationsstrukturen, Managementstil, Personalpolitik und -programm, Qualität der Führung". Dass damit langfristig die Personalbindung und -Entwicklung steht und fällt, muss doch dem letzten Vollidioten klar sein.
Es werden aber - auch seit langem - vor allem die linientreuen Galeerenpeitscher in Führungspositionen gehoben, weil man eben keine "kompetenten" Führungskräfte will, sondern solche, die bereit sind, den wirtschaftlich getriggerten Wahnsinn mitzumachen. Es gibt einen massiven Mismatch zwischen Anforderungen an eine Management ("FÜhrungs"-) Position (Oberärzte, Chefarzt, Stationsleitungen, Pflegedienstleitung) und dem was wirklich eingestellt wird.
Schöne Idee da jetzt wieder auf Normierung und Streamlining zu setzen, aber ganz ehrlich: Wir sollten langsam mal anfangen, wieder den gesunden Menschenverstand zu benutzen (und sowohl bei Pflege als auch Ärzten muss im Kopf bitte mal ankommen, dass wir uns als Ärzte, ebenso die Plfege untereinander verpflichtet sein sollten)
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