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Politik

AfD schlägt Landarztquote im Medizinstudium für Schleswig-Holstein vor

Freitag, 23. August 2019

/dpa

Kiel – Eine feste Landarztquote in Medizinstudiengängen hat die AfD als Mittel gegen den Ärztemangel in Schleswig-Holstein gefordert. „Das ist im Norden ein wachsendes Problem“, sagte der AfD-Sozialpolitiker Claus Schaffer.

Zehn Prozent der aktuell rund 400 Studienplätze in Kiel und Lübeck sollten laut AfD an Bewerber gehen, die sich verpflichten, später zehn Jahre lang als Hausarzt in einer der unterversorgten Regionen des Landes zu arbeiten. Über einen Gesetzentwurf der AfD wird der Landtag kommende Woche beraten.

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Der Landesausschuss der Ärzte und Krankenkassen soll entscheiden, welche Regionen unter­versorgt sind, wie Schaffer sagte. Das Land soll diese Festlegung regelmäßig über­prüfen. Angehende Mediziner müssen sich dem Modell zufolge vor Antritt des Studiums vertraglich zu einer Strafzahlung in Höhe von 250.000 Euro verpflichten, sollten sie ihren Verpflichtungen als Hausarzt nicht nachkommen. Die Regelung könne bis zum Winterse­mester 2020/21 umgesetzt werden.

Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein gibt es im Norden 1.968 Hausärzte. Rund ein Drittel von ihnen ist älter als 60 Jahre. „Es gibt im Land aktuell 18,5 freie Hausarztsitze“, sagte ein KV-Sprecher. Allein im Raum Husum gebe es Bedarf für mehr als zehn weitere Ärzte. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #612077
EEBO
am Sonntag, 25. August 2019, 12:17

Auf einmal nicht...

... mehr die Ausländer rausschmeißen? Liebe AfD im hohen Norden, ich muß mich doch sehr wundern, wo ist denn Euer Patentrezept für alle Probleme geblieben?
Der Vorschlag ist trotzdem eine Frechheit, egal von welcher Partei er kommt! Es muß darum gehen, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Landärzte (nicht nur der Hausärzte) attraktiver zu gestalten. Nicht etwa, die unerträgliche Knappheit der Studienplätze dafür zu nutzen, 18-jährige Schulabgänger mit einem Vorschlag zum Studienplatz zu locken, den sie gar nicht überblicken können! Wer von uns "alten Hasen" wußte denn zum Studienbeginn ganz genau, was und wo er später arbeiten wollte? Doch nur die allerwenigsten!! Ich prophezeie, daß eine solche Politik zu unglücklichen und demotivierten Kollegen führen wird, die sich schlimmstenfalls verschulden werden, um die Konventionalstrafe wie eine Studiengebühr abzuzahlen, oder bestenfalls nach dem Absitzen auf dem Lande woandershin abhauen werden.
LNS

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