NewsVermischtesAltes Dienstkonto war Schwachstelle des Hackerangriffs auf Kliniken
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

Altes Dienstkonto war Schwachstelle des Hackerangriffs auf Kliniken

Donnerstag, 22. August 2019

/Tomasz Zajda, stockadobecom

Mainz – Ein vor zehn Jahren angelegtes „altes Dienstkonto“ war nach Behördenangaben die entscheidende Schwachstelle des Cyber-Angriffs auf elf Kliniken in Rheinland-Pfalz. Dieses Dienstkonto sei zwei Tage nach dem Angriff vom 14. Juli identifiziert und deakti­viert worden, teilte Ge­sund­heits­mi­nis­terin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) heute in einer Fragestunde des Landtags in Mainz mit.

Bei dem Angriff wurden Server und Datenbanken der Krankenhäuser verschlüsselt, so dass kein Zugang mehr möglich war. Die Attacke sei die bisher bundesweit umfassendste auf die IT-Infrastruktur im Gesundheitswesen gewesen, sagte die Ministerin. Patienten­da­ten seien nicht abhanden gekommen. Die Versorgung der Patienten sei nicht gefährdet worden.

Anzeige

Auch wenn der Angriff letztlich glimpflich ausgegangen sei, „zeigt er die generelle Ver­wundbarkeit der kritischen Infrastruktur im Gesundheitswesen auf“, sagte die Ministerin. Sie habe deswegen am 14. August einen Runden Tisch IT-Sicherheit einberufen. Dabei sei be­schlossen worden, dass eine Projektgruppe bis Ende des Jahres ein Maßnahmenpaket zur Stärkung der IT-Sicherheit im Gesundheitswesen vorlegen werde.

Für die Sicherung der kritischen Infrastruktur seien zusätzliche finanzielle Mittel erforder­lich, die aus dem Krankenhausstrukturfonds kommen sollten. Dies bedeute, dass sich Kran­kenkassen und das Land die Kosten teilten, erklärte Bätzing-Lichtenthäler. © dpa/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

20. September 2019
Berlin – Die Ärztekammer Berlin hat darauf hingewiesen, dass sich nach der Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) die Haftungsfrage für die Daten des Patienten neu stellen würde. Demnach
Ärztekammer Berlin veröffentlicht 20-Punkte-Papier zur Digitalisierung
20. September 2019
Berlin – Gesundheits-Apps können die Versorgung psychisch kranker Menschen ergänzen – sie sollten in der Behandlung aber nur eingesetzt werden, wenn sie auf ihre Wirksamkeit überprüft wurden. Das hat
Psychotherapeuten: Gesundheits-Apps auf Wirksamkeit überprüfen
20. September 2019
Berlin – Künstliche Intelligenz (KI) soll künftig kardiologische Telemedizinzentren unterstützen und ihnen so ermöglichen, mehr Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz zu betreuen. Daran forscht
Künstliche Intelligenz soll telemedizinische Betreuung effektiver machen
19. September 2019
Berlin – Mit einer Smartphonekamera und speziellen Adaptern lassen sich Anzeichen eines Glaukoms oder einer diabetischen Retinopathie erkennen. Insbesondere in Entwicklungsländern, aber auch
Fundusfotografie per Smartphone macht Augenerkrankungen sichtbar
18. September 2019
Berlin – Der „gelbe Schein“ zur Krankmeldung soll bald der Vergangenheit angehören. Das Bundeskabinett billigte am Mittwoch einen Gesetzentwurf von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zum
Digitale Krankmeldung soll bald „gelben Schein“ ablösen
18. September 2019
Berlin – Es könnte eine Erfolgsgeschichte werden: In der Medizininformatik-Initiative (MII) des Bun­des­for­schungs­minis­teriums (BMBF) haben sich inzwischen alle Universitätskliniken in Deutschland
Medizininformatik-Initiative macht Fortschritte beim Infrastrukturaufbau und Datenaustausch
17. September 2019
München/Kempen – Sensible medizinische Daten von weltweit mehreren Millionen Patienten sind nach einem Bericht des Bayerischen Rundfunks (BR) auf offen zugänglichen Servern im Netz gelandet. In
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Archiv

NEWSLETTER