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Kaiserschnittrate stagniert bundesweit

Donnerstag, 22. August 2019

/dpa

Hannover – Die Zahl der Babys, die 2018 bundesweit per Kaiserschnitt geboren wurden, hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändern. Das geht aus den Versichertendaten der KKH Kaufmännische Krankenkasse hervor. Demnach lag der Wert in beiden Jahren bei 31,6 Prozent. 2016 wurden noch 31,2 Prozent der Baby auf diese Art entbunden.

Grundsätzlich ist laut KKH die Kaiserschnittrate in den neuen Bundesländern traditionell niedriger als in den alten Bundesländern. Im bundesweiten Vergleich ist Sachsen das Bundesland mit der niedrigsten Kaiserschnittrate. Dort wurden 2018 etwas weniger Babys per Kaiserschnitt geboren als im Jahr zuvor.

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Demnach erblickten 24 Prozent der Neugeborenen per Sectio das Licht der Welt. Damit gingen die Kaiserschnittgeburten gegenüber 2017 (25 Prozent) leicht zurück. Den höchs­ten Wert erreichte dagegen Hessen mit 33,9 Prozent.

Der Krankenkasse zufolge werden Kaiserschnitte in erster Linie zur Risikominderung in Erwägung gezogen, um das ungeborene Leben zu schützen. Denn die Sectio habe den Vorteil, dass das Ungeborene nicht dem Stress einer natürlichen Entbindung durch den Geburtskanal ausgesetzt ist.

Dennoch könne genau dieser Geburtsprozess wichtig für die spätere Entwicklung des Kindes sein. Der Kaiserschnitt könne zudem Nachteile für die Mutter nach sich ziehen wie Blutungen oder Wundheilungsstörungen. Auch die bessere Planbarkeit der Geburten auf­grund von Personalengpässen in den Geburtskliniken gelten als Grund für die hohen Kaiserschnittraten der vergangenen Jahre.

Die KKH-Experten raten, nur bei medizinischer Notwendigkeit einen Kaiserschnitt durch­zuführen. Schwangere sollten sich gut mit ihrem behandelnden Arzt oder ihrer Hebamme beraten und alle Vor- und Nachteile abwägen. © hil/sb/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #762657
brandmeyer
am Freitag, 23. August 2019, 11:13

kein Wunder

Der Anteil von Schwangeren mit Migrationhintergrund ist stark angestiegen, hierunter finden sich viele Mehrgebärende, die dann in aller Regel auch wieder vaginal entbinden.
Seriös wäre der Vergleich über die Jahre bei Erstgebärenden ab der 37. Schwangerschaftwoche ohne SS-Risiken. Nur dann kann man sich über die Frage der Sectiohäufigkeiten vernünftig unterhalten.
Avatar #37613
knueffi
am Donnerstag, 22. August 2019, 20:44

Fragwürdige KKH Experten

Gründe für die Sectioindikationen sind sehr unterschiedlich, finden sich in vielen Fällen in den Leitlinien der DGGG wieder.Der Rat dieser Experten "nur bei Notwendigkeit eine Sectio durchzuführen" zeugt einfach nur von Unkenntnis bzw.unzulässiger Vereinfachung.
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