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Politik

Hessen will Ultrafeinstaub­konzentration am Flughafen genau beobachten

Donnerstag, 22. August 2019

/dpa

Frankfurt/Main – Der Frankfurter Flughafen trägt nachweislich zur städtischen Umwelt­be­lastung mit Ultrafeinstaub bei. Nachdem vorgestern entsprechende Ergebnisse vor­gestellt wurden, will das Land Hessen nun die Messungen rund um den Flughafen inten­sivieren.

So könne man genauere Aussagen zu der Belastung im Stadtgebiet und in den an den Flughafen grenzenden Gemeinden treffen, sagte der Präsident des Hessischen Landes­amts für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG), Thomas Schmid, heute in Frank­furt.

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Ultrafeine Partikel sind die kleinsten Teilchen in der Luft. Sie stehen in Verdacht, gesund­heitsschädlich zu sein und bei entsprechend hoher Konzentration das Atmungs- und Herz­kreislaufsystem zu schädigen. Um gesicherte Aussagen zu der Wirkung zu treffen, fehle es aber an belastbaren Studien.

„Insbesondere der Süden Frankfurts ist durch Überflüge und bei West-Wetterlagen durch Ultrafeinstaub belastet“, sagte Schmid. Bei einer Flughöhe bis zu 400 Metern seien signi­fikant höhere Konzentrationen gemessen worden, hieß es in der Studie.

Der betroffene Bereich erstrecke sich nach einer ersten Schätzung bis zu einem Abstand von acht Kilo­metern vom Aufsetzpunkt. Sowohl bei der Abfertigung am Boden als auch bei den Starts und Landungen setzen Flugzeuge solche ultrafeinen Partikel frei.

Um sich über die neuesten Forschungsergebnisse auszutauschen, kamen am Donnerstag und Freitag in Frankfurt Immissions- und Flugexperten zusammen. „Die Anhörung klärt auch den künftigen Forschungsbedarf auf diesem Feld“, sagte Oliver Quilling, Landrat im Kreis Offenbach. Man leiste damit deutschlandweit Pionierarbeit.

„Bei Fluglärm gibt es bereits unzählige Vorschriften, bei den ultrafeinen Partikeln gibt es nichts davon“, sagte Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) auf der Konfe­renz. Am Ende einer längerfristigen Debatte mit Experten, Verursachern und Gemeinden müsse letztendlich ein Grenzwert stehen. © dpa/aerzteblatt.de

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