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Ausland

Internationale Warnung wegen Listerioseausbruchs in Südspanien

Donnerstag, 22. August 2019

Listeria monocytogenes (Mikroaufnahme, Vergrößerung: 50.000:1) /dpa

Madrid – Wegen eines Listerioseausbruchs in Spanien hat das Ge­sund­heits­mi­nis­terium in Madrid eine internationale Warnung herausgegeben. Eine 90-jährige Frau starb in Sevilla an den Folgen der Infektionskrankheit, bei 150 weiteren Menschen wurde die durch ver­seuchte Lebensmittel übertragene Erkrankung bereits diagnostiziert.

Weitere 500 Ver­dachtsfälle würden derzeit noch untersucht, berichtete das spanische Fernsehen unter Berufung auf Ge­sund­heits­mi­nis­terin María Luisa Carcedo.

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Die von Bakterien ausgelöste Krankheit war mutmaßlich durch kontaminierten Hack­bra­ten aus einer Anlage in Andalusien verbreitet worden. Listeriose ist meldepflichtig. Die meisten Fälle seien bisher in der südspanischen Region Andalusien aufgetreten, aber auch in anderen Landesteilen, darunter Madrid, gebe es Verdachtsfälle, hieß es.

Die Re­gierung habe die Europäische Kommission und die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) darüber informiert, dass das betreffende Produkt nur in Spanien verkauft und die „nötigen Maßnahmen“ ergriffen worden seien.

Die Bürger wurden aufgefordert, keine Produkte der Marke „La Mechá“ zu konsumieren. Sollte dies bereits geschehen sein und sie Symptome zeigen, solle unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

In Deutschland gab es Ende 2009 einen Listerioseausbruch. Drei Deutsche starben nach dem Verzehr von verseuchtem Käse aus Österreich. © dpa/aerzteblatt.de

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