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Ypsomed startet Produktion in Schwerin

Donnerstag, 22. August 2019

Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU, re.), Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, und Peter Perler, Werksleiter, unterhalten sich bei der Eröffnung des neuen Produktionswerks des Schweizer Medizintechnikunternehmens Ypsomed in Schwerin. /picture alliance, Jens Büttner

Schwerin – Das Schweizer Medizintechnikunternehmen Ypsomed hat in seinem neuen Schweriner Werk die Produktion aufgenommen. Das Familienunternehmen mit Sitz in Burgdorf bei Bern ist nach eigenen Angaben weltweit Marktführer bei Infusionssets für Diabetiker und Injektionsgeräten zur Verabreichung flüssiger Medikamente.

Mit der Produktionserweiterung reagiere das Unternehmen auf den wachsenden Bedarf. „Wir machen unsere Produkte global zugänglich und finanzierbar und tragen dadurch maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität von betroffenen Mensch bei“, sagte Geschäftsführer Simon Michel heute bei der feierlichen Werkseröffnung.

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Allein in Deutschland gebe es etwa sieben Millionen Diabetiker. „Und für die wollen wir natürlich eine gute Versorgung, die ihnen auch den Alltag möglichst leicht macht“, sagte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU), der zur Inbetriebnahme des Werks ange­reist war. Gerade bei der Versorgung von Diabetikern zeige sich, welche Innovation inner­halb weniger Jahre zum Wohle der Patienten gelungen sei.

Die Wahl des Standorts für das neue Werk spreche für Schweizer Spürsinn und die Vor­züge Schwerins. „Wir sind überzeugt, die richtige Wahl getroffen zu haben“, sagte Ge­schäftsführer Michel. Weltweit seien 22 Standorte geprüft worden. Den Angaben zufolge belaufen sich die Investitionskosten auf etwa 100 Millionen Euro, wobei noch An­schaffun­gen weiterer Maschinen anstünden.

Auf der ersten Fertigungslinie werden Kunststoffteile für Insulinpens hergestellt, die für Diabetiker unverzichtbar sind. Das Produktionssortiment in Schwerin werde nun schritt­weise erweitert, kündigte Michel an. Die Mitarbeiterzahl soll von bislang knapp 40 mit­tel­fristig auf 150, später auf bis zu 200 erhöht werden. Eine Reihe der bereits einge­stellten Mitarbeiter wechselten innerhalb ihrer Heimatregion zu dem neuen Arbeitgeber. „Die Jobchancen haben sich deutlich verbessert“, stellte einer der Beschäftigten fest.

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) wertete die neuerliche Ansiedlung „als Be­leg für den attraktiven Standort Mecklenburg-Vorpommern und Ergebnis des intensiven Werbens in der Schweiz“. Zuvor hatte schon Lebensmittel-Multi Nestlé im Industriepark Schwerin Süd ein Werk für Kaffeekapseln errichtet.

Nach ihren Worten trägt die vom Land mit knapp zehn Millionen Euro geförderte An­sied­lung von Ypsomed dazu bei, die Gesundheitswirtschaft im Nordosten zu stärken. Die Bran­che gebe 154.000 Menschen Arbeit und trage 15 Prozent zum Bruttoinland­produkt Mecklenburg-Vorpommerns bei.

Ein solcher Anteil werde von keinem anderen Bundesland erreicht. „Sie haben sich bei der Standortwahl richtig entschieden“, versicherte Schwesig der Firmenleitung. Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums haben Schweizer Investoren in den vergangenen Jahren in Mecklenburg-Vorpommern rund 2.600 Arbeitsplätze geschaffen. © dpa/aerzteblatt.de

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