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Telematik­infrastruktur: Einigung über Finanzierungs­vereinbarung erzielt

Freitag, 23. August 2019

/dpa

Berlin – Die Pauschale für den Konnektor zum Anschluss an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) wird in diesem Jahr nicht mehr abgesenkt. Darauf haben sich Kassenärztliche Bun­desvereinigung (KBV) und GKV-Spitzenverband geeinigt, kurz bevor das Schiedsamt heute tagen sollte.

Der KBV zufolge bekommen Ärzte und Psychotherapeuten damit weiterhin 1.547 Euro für den Konnektor erstattet. Erst ab 1. Januar 2020 erfolgt eine Absenkung auf 1.014 Euro. Darüber hinaus wird der Erstattungsbetrag für stationäre Kartenterminals ab dem 1. Ok­to­ber 2019 angehoben. Die Krankenkassen bezahlen zukünftig 535 Euro für ein Gerät – 100 Euro mehr als bisher.

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Mit dem jetzt gefassten Beschluss beträgt die Erstausstattungspauschale, die die notwen­digen Kosten für einen Konnektor und ein Kartenterminal decken soll, bis zum Jahresen­de weiterhin 1.982 Euro. Ab dem 1. Januar 2020 sind es dann 1.549 Euro. Für Praxen, die Anspruch auf zwei oder drei Kartenterminals haben, erhöht sich diese Pauschale im kommenden Jahr pro Gerät um 535 Euro. Entscheidend für die Höhe der Pauschale ist weiterhin der Installationstermin.

Froh über Einigung

Mit der Regelung hätten „alle Praxen, die die nötige Technik bestellt haben, die Sicher­heit, dass sie die bisher gültigen Pauschalen erhalten“, sagte KBV-Vorstandsmitglied Thomas Kriedel. Er gehe zudem davon aus, dass bis Jahresende alle Praxen an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) angeschlossen sind.

In den Verhandlungen zur TI-Finanzierungsvereinbarung hatte der GKV-Spitzenverband eine Absenkung der Erstausstattungspauschale rückwirkend zum 1. Juli verlangt und zur Durchsetzung seiner Forderung das Schiedsamt angerufen. „Dies konnten wir verhindern“, betonte Kriedel. Er sei froh, dass doch noch eine Einigung möglich gewesen sei.

Die KBV betonte, es gebe zusätzlich zu der Einigung Neuerungen bei der Finanzierung von Praxen, die sich für den elektronischen Medikationsplan (eMP) und das Notfalldaten­management (NFDM) rüsten. Für beide Anwendungen benötigten Praxen weitere Karten­terminals.

Für die Anschaffung dieser weiteren Terminals erhalten Ärzte ab diesem Oktober 535 Euro (statt 435 Euro) pro Gerät. Anspruch darauf haben Ärzte, die ihre Praxis-IT auf den eMP und/oder das NFDM umstellen. Dabei sei die Anzahl der Terminals von der Zahl der Betriebsstättenfälle abhängig, schreibt die KBV.

Für den Aufwand der Praxen bei der Einführung des eMP und NFDM gibt es laut KBV eine neue Zusatzpauschale von 60 Euro. Diese könne abhängig von der Zahl der Betriebs­stättenfälle je Gerät abgerechnet werden. Der Zuschlag sei zeitlich befristet: Er werde vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 gezahlt.

Die KBV wies darauf hin, dass Updates von Konnektor und Praxisverwaltungssystem erforderlich sind, damit Praxen mit dem eMP und dem NFDM arbeiten können. Die dafür bereits ausgehandelte Pauschale bleibe unverändert bei 530 Euro. Auch der Zuschlag zur Betriebskostenpauschale in Höhe von 4,50 Euro werde beibehalten. Nach KBV-Angaben – mit Verweis auf Informationen aus der Industrie – planen die Konnektorhersteller im vierten Quartal 2019 ein Konnektorupdate. © may/EB/aerzteblatt.de

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