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Bundesamt für Strahlenschutz warnt vor unterschätzter Gefahr durch Radon

Freitag, 23. August 2019

 Die Gefahr von Radongas in unseren Häusern - Konzeptdarstellung mit Handzeichnung einer imaginären Katasterkarte des Territoriums  /Francesco Scatena AdobeStock.com
Im Jahresmittel weisen Aufenthaltsräume in Deutschland eine Radon-Konzentration von durchschnittlich rund 50 Becquerel pro Kubikmeter auf. /Francesco Scatena AdobeStock.com

Berlin – Das Gesundheitsrisiko durch das radioaktive Gas Radon etwa in Wohnungen ist aus Sicht des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) in Deutschland nicht ausreichend bekannt. „Radon ist ein ernstzunehmendes Risiko für die Gesundheit, denn nach dem Rauchen ist Radon die zweithäufigste Ursache von Lungenkrebs“, sagte BfS-Präsidentin Inge Paulini.

Radon entsteht im Erdreich und kann von dort in Innenräume gelangen. Es ist nicht zu sehen, zu riechen oder zu schmecken. Rund fünf Prozent aller Todesfälle durch Lungenkrebs in Deutschland können dem BfS zufolge Radon zugeschrieben werden – ein Schwellenwert, unterhalb dessen das Gas mit Sicherheit ungefährlich ist, sei nicht bekannt.

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Wie hoch die Konzentration von Radon in einem Gebäude ist, hängt unter anderem davon ab, wieviel Radon im Baugrund entsteht, wie durchlässig der Baugrund für den Transport von Radon ist, wie das Gebäude gebaut ist und wie die Räume gelüftet werden. Bürgern empfiehlt die Behörde daher unter anderem, als Gegenmaßnahme regelmäßig zu lüften und undichte Stellen in Keller und Erdgeschoss abdichten zu lassen.

Viele Menschen wüssten das nicht. Ob ihre Wohnung von erhöhten Radon-Werten betroffen ist, lasse sich mit Messungen leicht feststellen, erklärte Paulini.

Das Strahlenschutz-Amt lässt im Auftrag des Bundesumweltministeriums in zufällig ausgewählten Haushalten Radon-Messgeräte aufstellen. Bereits im Mai hatte das BfS die Bürger deswegen darum gebeten, an der Studie teilzunehmen.

Bis Ende 2020 müssen die Bundesländer Gebiete (Radonvorsorgegebiete) ausweisen, in denen in vielen Gebäuden der Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter überschritten wird. Dort soll dann etwa an Arbeitsplätzen im Erd- oder Kellergeschoss das Messen Pflicht sein. © dpa/gie/aerzteblatt.de

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