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Mehr Geld für Kampf gegen Malaria nötig

Freitag, 23. August 2019

Erreger der Malaria: Plasmodien /dpa

Genf – Für die Ausrottung von Malaria muss laut Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) deutlich mehr in die Entwicklung von Mitteln gegen die Krankheit investiert werden. Derzeit flössen weniger als ein Prozent aller Gelder, die in Forschung und Entwicklung im Gesundheitsbereich investiert werden, in die Malariaforschung, teilte die WHO heute mit. Man brauche aber neue Werkzeuge für Prävention und Behandlung, um Malaria in abseh­barer Zeit auszurotten.

Weiterzumachen wie bisher verlangsame nicht nur den Fortschritt, sondern werfe die Welt im Kampf gegen die Krankheit sogar zurück, sagte der Malaria-Experte Marcel Tann­er. Die meisten Mittel gegen Malaria, die heute benutzt werden, etwa mit Insektiziden im­prägnierte Moskitonetze, wurden der WHO zufolge bereits im vergangenen Jahrhun­dert entwickelt. Es gebe aber vielversprechende neue Wege, Malaria zu bekämpfen, etwa der weltweit erste Impfstoff, der schon in Ghana und Malawi eingesetzt werde.

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Ein verstärkter Kampf gegen Malaria würde den Angaben zufolge rund 34 Milliarden Dollar (knapp 31 Milliarden Euro) kosten. Damit könnten bis 2030 zusätzlich rund zwei Milliarden Erkrankungen und vier Millionen Todesfälle vermieden werden.

Jährlich sterben der WHO zufolge rund 400.000 Menschen an Malaria. Etwa 61 Prozent davon seien Kinder unter fünf Jahren. Zudem leben demnach 90 Prozent jener Menschen, die Malaria bekommen oder an der Krankheit sterben, in Afrika südlich der Sahara.

Im ostafrikanischen Burundi herrscht derzeit eine Malariaepidemie, an der laut WHO seit Beginn des Jahres rund 1.800 Menschen gestorben sind. Dort gab es in diesem Jahr dem­nach bereits fast sechs Millionen Malariafälle, bei einer Bevölkerung von rund elf Millio­nen Menschen. © dpa/aerzteblatt.de

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