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Politik

Hamburger Pflegekräfte arbeiten häufig in Teilzeit

Freitag, 23. August 2019

/dpa

Hamburg – Die Mehrheit der Frauen und Männer, die in Hamburg in der Altenpflege arbei­ten, haben keine Vollzeitstellen. Dies ergab eine Auswertung durch den Verband der Ersatz­kassen (vdek). Danach sind rund 58 Prozent der Mitarbeitenden in Pflegeeinrichtun­gen ge­ringfügig beschäftigt oder arbeiten in Teilzeit.

Zudem ergab die Auswertung, dass rund 40 Prozent der Pflegekräfte von ambulanten Diens­ten und Pflegeeinrichtungen 50 Jahre oder älter sind. „Um die Pflege in Hamburg zukunfts­fest zu gestalten, muss zuallererst dafür gesorgt sein, dass genügend gut ausgebildete Pflegekräfte zur Verfügung stehen“, sagte Kathrin Herbst, Leiterin der vdek-Landesvertretung Hamburg.

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Darüber hinaus sei es wichtig, dass sie möglichst lange in ihrem Beruf arbeiteten und aus Teilzeit aufstocken könnten. Dazu brauche es gute Arbeitsbedingungen, eine verbesserte Bezahlung und als Zukunftsthema auch digitale Unterstützung.

Allerdings sorge besonders in der stationären Altenpflege die verbesserte Bezahlung der Mitarbeiter jetzt schon für steigende Kosten. Damit wachse derzeit auch die finanzielle Belastung eines Pflegebedürftigen. So müssen laut Herbst in Hamburg Pflegebedürftige durchschnittlich 1.974 Euro für einen Pflegeheimplatz bezahlen – der Bundesdurch­schnitt liegt bei 1.891 Euro.

„Wir müssen weiter darüber debattieren, wie die steigenden Belastungen aufgefangen beziehungsweise begrenzt werden können“, sagte die Leiterin der vdek-Landesvertretung. Das gehe alle an.

„Wir brauchen einen Steuerzuschuss für versicherungsfremde Leis­tungen in der sozialen Pflegeversicherung und einen Finanzausgleich zwischen ihr und der privaten Pflegeversi­cherung“, so Herbst. Außerdem werde es Zeit, dass die Bundesländer die Investitionskosten stärker fördern. © hil/sb/aerzteblatt.de

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