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Ausland

WHO setzt große Hoffnung in neue Medikamente gegen Ebola

Freitag, 23. August 2019

/dpa

Genf – Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) setzt große Hoffnung in die beiden neuen Antikörperpräparate mAb114 und REGN-EB3 gegen das Ebolavirus. Abgesehen vom Nutzen für die behandelten Patienten werde das auch die Einstellung vieler skepti­scher Menschen in der bürgerkriegsgeplagten Region ändern, meinte der WHO-Nothilfe­koordinator Michael Ryan heute in Genf.

„Viele Menschen waren überzeugt, das Ebolabehandlungszentren Orte waren, wo man hinging zum Sterben“, sagte Ryan. Mit den neuen Medikamenten würden sie Orte der Hoffnung.

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Von vier experimentelle Medikamenten, die im Einsatz waren, haben sich bei zweien Überlebensraten von 89 (mAb114) bis 94 Prozent (REGN-EB3) gezeigt, wenn die Pa­tien­ten die The­rapie innerhalb der ersten Tage nach Auftreten von Symptomen bekamen. Seit Mitte August werden alle Patienten mit den beiden Medikamenten behandelt.

Seit Ausbruch der Epidemie vor mehr als einem Jahr haben sich mehr als 2.900 Menschen angesteckt und mehr als 1.900 sind daran gestorben. Mitte August waren erstmals Fälle in einer dritten Provinz aufgetaucht, die bislang nicht betroffen war.

Neben der schwierigen Sicherheitslage in einer Region, in der seit Jahrzehnten rivalisie­ren­­de Rebellen die Bevölkerung terrorisieren, kämpfen die Ebola-Helfer gegen Missinfor­mation, die Ängste schürt.

Nach Angaben von Ryan gibt es in sozialen Medien wie Whatsapp-Gruppen einflussreiche Mitglieder, die behaupten, beim Impfen gegen Ebola werde man erst infiziert und mit den Medikamenten dann getötet. „Die beste Art, dagegen anzugehen, ist, selbst mit den besten Informationen rauszugehen, damit die Leute wählen können“, so Ryan. © dpa/aerzteblatt.de

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