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Medizin

Optimisten werden älter

Dienstag, 27. August 2019

/dpa

Boston – Optimisten haben größere Chancen auf ein hohes Alter als Pessimisten. Das zeig­ten US-Forscher in einer Studie, nach der Menschen mit einer positiven Lebens­ein­stellung besonders gute Aussichten haben, 85 Jahre oder älter zu werden. Dabei spielen wahrschein­lich zahlreiche Faktoren eine Rolle. Die Wissenschaftler empfehlen Trainings, die den Opti­mismus fördern.

Wer lebt länger, Optimisten oder Pessimisten? Die Studienlage zu dieser Frage war bisher widersprüchlich. So wurde Pessimisten zugute gehalten, dass sie sich mehr um ihre Ge­sundheit sorgen, Optimisten hingegen zeigten sich weniger anfällig für bestimmte Krank­heiten, wie Depressionen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine neue Studie zeigt nun: Richtig alt werden eher Optimisten. Die Ergebnisse erschienen in den Proceedings (doi: 10.1073/pnas.1900712116) der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS).

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Das Team um Lewina Lee von der Boston University School of Medicine (BMUC) nutzte zwei Daten­banken, in denen seit Jahrzehnten die Krankengeschichte bestimmter Berufs­grup­pen gespeichert werden. So bekamen die Forscher Informationen über den Gesund­heitszustand und die Lebensführung von fast 70.000 Krankenschwestern und 1.429 Vete­ranen. Bei allen war zudem mit Hilfe von Fragebögen und Tests ermittelt worden, ob sie eher optimistisch oder pessimistisch sind.

Die Forscher hatten die Frauen in 4 Gruppen – von sehr optimistisch bis sehr pessimis­tisch eingeteilt. Bei den Männern waren es 5 Gruppen. Ergebnis: Die Frauen in der beson­ders optimistischen Gruppe lebten im Schnitt um 15 % länger als die in der pessimisti­schsten Gruppe. Dabei analysierten die Forscher Frauen, die ähnliche demografische Merkmale und Vor­er­krankungen hatten. Bei optimistischen Männern betrug der Unter­schied in der Lebens­zeit 11 %. Die Chance, 85 oder älter zu werden, war bei der Gruppe der stärksten Optimistinnen um 50 % größer als bei den stärksten Pessimistinnen. Bei den Männern betrug der Unter­schied in der Studie 70 %.

Zusammenhang mit Ernährung und Sport?

Die Wissenschaftler wollten zudem herausbekommen, ob die höhere Lebenserwartung daran liegen könnte, dass Optimisten grundsätzlich gesünder leben, also zum Beispiel regelmäßiger zum Arzt gehen, weniger rauchen oder trinken und mehr Sport treiben.

Rechneten die Wissenschaftler solche Unterschiede in der Lebensführung mit ein, schwäch­te sich das Ergebnis ab, aber weiterhin waren die Optimisten klar im Vorteil. Sie lebten auch bei ähnlicher Lebensführung länger.

Die Forscher vermuten daher, dass Optimisten noch weitere Lebensvorteile haben: „Ande­re Studien legen nahe, dass optimistische Menschen ihre Emotionen und ihr Verhalten besser regulieren können. Und sie erholen sich besser von Stresssituationen und Schwie­rigkeiten“, so Co-Autorin Laura Kubzansky in einer Pressemitteilung der BMUC. Auch seien Optimisten unter Umständen besser sozial integriert, was sich ebenfalls auf die Lebens­erwartung auswirken könnte.

Optimismus sei zwar zum Teil genetisch bedingt, aber auch erlernbar, so die Forscher: „Diese Studie hat eine große Relevanz für die öffentliche Gesundheit, weil sie nahelegt, dass Optimismus einer der psychologischen Faktoren ist, die ein Menschenleben ver­län­gern können. Interessanterweise lässt sich der Grad an Optimismus beeinflussen. Dafür gibt es recht einfache Methoden und Therapien“, so Erstautorin Lewina Lee in der Mittei­lung.

Theoretisch sei zwar auch die umgekehrte Begründung denkbar, dass sehr kranke Men­schen eher pessimistisch seien und sie eben auch früher sterben, schreiben die Forscher in der Studie. Doch sie hatten diejenigen Menschen herausgelassen, die bald nach Stu­dien­beginn gestorben waren. Auch wenn sie Menschen wegließen, die zu Beginn der Studie chronische Krankheiten hatten, blieben die Ergebnisse bestehen.

Die Forscher definierten einen Optimisten als einen Menschen, der daran glaubt, dass gute Dinge passieren werden oder dass die Zukunft erstrebenswert ist, weil bestimmte Ziele durchgesetzt werden können.

Diese Selbstwirksamkeit ist laut Ralph Schliewenz vom Berufsverband Deutscher Psycho­loginnen und Psychologen ein wichtiger Aspekt: „Optimisten haben das Gefühl, dass sie die Dinge unter Kontrolle haben. Und dieses Gefühl kann man auch erlernen. Man kann sich erreichbare Ziele setzen. Die eigenen Möglichkeiten abschätzen, kleine Schritte machen, realistisch bleiben. Das ist ein Weg zum Optimismus.“ © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #722455
´hajodba@gmx.de
am Freitag, 30. August 2019, 00:09

Korrektur; Es heißt natürlich "Ich habe mir zum "Ziel gesetzt", dass ich "100 Jahre alt" werden will"

Avatar #722455
´hajodba@gmx.de
am Freitag, 30. August 2019, 00:04

"Ich habe mir zum "Ziel geseetz"t, dass ich "100 jajre alr" werden will"

Denn was sollte ich mit, einem "74-jährigen Typ-2-Diabetiker,
der kein Insulin spritzt", auch anderes vornehmen?

Ich habe mich vor 10 Jahren entschlossen, den üblichen "Therapie-
pfad" zu verlassen und gemeinsam mit meinem neuen Diabetologen
einen "anderen Weg" zu gehen, bei dem "meine Eigen-Initiativen" im
Mittelpunkt stehen. Und mein Arzt ist der "medizinische Lotse", der
meine "Aktivitäten" kontrolliert, bewertet und gegebenenfalls auch
"korrigiert". Hieraus entstand das, was als

"Selbstmanagement meines Diabetes Typ 2"

bezeichnen und mit dem wir recht erfolgreich waren. Und dies noch
verbessern könnten, wann meine Krankkasse das "Selbstmanagement"
als "Bestandteil meiner Diabetes-Therapie" anerkennen würde. Für das
ich derzeit beim "Landessozialgericht" kämpfe. Und zwar ohne Anwalt.
Wobei ich das "Gefühl nicht loswerde". dass "MAN" offensichtloich
darauf spekulierte, der "Rechtsstreit könne sich auf biologfische Weise
erledigen".
Doch diesen "Gefallen" habe ich den "Leuten" nicht getan. Wohl auch
deshalb, weil ich ein "Optimist" bin und daher mit dem "Erfolg meiner
Aktivitäten" rechne. Denn geht dabei u.a. um mein Konzept eines
"Kraft-Ausdauer-Trainings an technischen Geräten"
und ich möchte schließlich, quasi als ein "Etappenziel", an meinen
"80-Gebirteraf" im Fitness-Studio trainieren.

Nach meinen "bisherigen Erfahrungen" gehört weitaus mehr dazu, als
nur "Optimismus", um tatsächlich "alt" werden zu können. So hatte ich
vor "10 Jahren" begonnen, meinen "Lebensstil" radikal zu ändern und
mich "umzustellen". Für mich ist heute die "Altersphysiologie und ihre
Folgen" ein fester Bestandteil meiner "Dank- und Handlungsweise" im
Alltag. Denn man muss zu "seinem Alter stehen" und dies unterstützt
dann auch den "Optimismus". Das heißt dann auch
"Nicht "traurig" zurückblicken, sondern "freudig" nach vorne schauen".

H. Jürgen Barth, Rodalben






Avatar #558954
Doc F.
am Dienstag, 27. August 2019, 21:34

Optimisten...

... sterben aber ebenfalls.
LNS

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