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Trinkwasser- und Sanitärversorgung in vielen armen Ländern gefährdet

Mittwoch, 28. August 2019

/dpa

Stockholm – Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) warnt vor einer Überlastung von Trink- und Abwassersystemen in vielen ärmeren Regionen der Welt. Zusammen mit der Organi­sa­tion „UN Water“ hat sie daher dringend zu mehr Investitionen in sichere Trink- und Abwas­sersysteme aufgerufen.

„Zu vielen Menschen fehlt der Zugang zu zuverlässigem und sicherem Trinkwasser, Toi­let­ten und Handwaschanlagen, wodurch sie Gefahr laufen, tödlich infiziert zu werden und der Fortschritt in der öffentlichen Gesundheit gefährdet ist“, sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus anlässlich eines Treffen der internationalen Wasserwirt­schaft in Stockholm zu ihrer jährlichen Konferenz während der Weltwasserwoche vom 25. bis 30. August.

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„Wir rufen alle Länder, denen es an grundlegender Wasser- und Abwasserinfra­struktur mangelt, auf, Mittel und Personal für den Bau und die Instandhaltung bereitzu­stellen“, so Tedros. Wasser- und Sanitärsysteme verbesserten nicht nur die Gesundheit und retteten Leben, sie seien auch ein wichtiger Bestandteil beim Aufbau stabilerer, sicherer und wohl­habenderer Gesellschaften, betonte der WHO-Generaldirektor.

Hintergrund des WHO-Aufrufes ist das UN-Water Global Assessment and Analysis of Sanitation and Drinking-Water 2019, auch bekannt als GLAAS-Bericht. Dieser erfasst die Trinkwasser- und Sanitärversorgung in 115 Ländern und Gebieten mit 4,5 Milliarden Menschen.

Danach ist in vielen Ländern die Versorgung mit Wasser, die Abwasserentsorgung und die Hygiene durch unzureichende personelle und finanzielle Ressourcen eingeschränkt.

Neunzehn Länder und ein Gebiet meldeten eine Finanzierungslücke von mehr als 60 Pro­zent zwischen identifiziertem Bedarf und verfügbaren Mitteln. Weniger als 15 Prozent der Länder verfügen über die finanziellen oder personellen Ressourcen, die zur Umsetzung ihrer Pläne erforderlich sind.

„Wenn wir eine gesündere, gerechtere und stabilere Gesellschaft schaffen wollen, dann muss die Stärkung der Systeme für jene, die derzeit ohne sicheres und erschwingliches Wasser leben, oberste Priorität haben“, sagte Gilbert Houngbo, Vorsitzender der UN-Wasserbehörde und Präsident des Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Ent­wicklung. © hil/aerzteblatt.de

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