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Erweiterte S3-Leitlinie zur Palliativversorgung bei nicht heilbaren Krebserkrankungen erschienen

Mittwoch, 28. August 2019

/dpa

Berlin – Im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie ist eine aktualisierte S3-Leitlinie „Palliativmedizin für Patient*innen mit einer nicht heilbaren Krebserkrankung“ unter der Federführung der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) erschienen. Die Vor­gängerversion stammt aus dem Jahr 2015. An der S3-Leitlinie waren 70 Fachgesellschaf­ten und Organisationen beteiligt.

Die aktualisierte Leitlinie enthält acht neue Kapitel. Die Autoren greifen unter anderem den Umgang mit dem Wunsch zu sterben sowie die Versorgung einer tumorbedingten Fatigue und maligner Wunden auf.

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„Der Todeswunsch muss von den Behandlern wahrgenommen und professionell sowie ver­antwortungsvoll begleitet werden. Die Symptomkontrolle ist hier von besonderer Be­deutung“, erläuterte der Koordinator der Leitlinie, Raymond Voltz von der Universitäts­kli­nik Köln. In der Leitlinie werden deshalb Strategien zum Umgang mit dem Todeswunsch und eine verbesserte Symptomkontrolle aufgezeigt.

Zudem wurde die Leitlinie um das Thema „Fatigue“ ergänzt, einer dauerhaften körperli­chen, kognitiven und emotionalen Erschöpfung. „Die Mehrzahl der Patienten mit tumor­be­­dingter Fatigue wird nicht ausreichend medizinisch versorgt“, sagte Claudia Bausewein vom Klinikum der Universität München, ebenfalls Koordinatorin der Leitlinie und Vor­stands­mitglied der DGP.

Sie betonte, eine ursächliche Behand­lung der Fatigue sei oftmals langwierig und deshalb für Menschen am Lebensende „leider ungeeignet“. In diesen Fällen biete sich eine Be­hand­lung der Symptome eher an, beispielsweise durch eine medika­mentöse Therapie oder durch Verhaltenstherapie. Auch Bewegungstraining könne infrage kommen.​

In die Leitlinie aufgenommen wurde außerdem unter anderem ein Kapitel zu malignen Wunden, also Durchbruchwunden eines Tumors durch die Haut . Sie sind für Patienten oftmals mit starken Schmerzen verbunden.

Das Leitlinienprogramm Onkologie wird von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaft­lichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF), der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe getragen. Es umfasst 25 S3- Leitlinien, die zu einem großen Teil auch als laienverständliche Patientenleitlinien vorliegen. © hil/aerzteblatt.de

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